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Aave-Gründer schlägt automatisierten Token-Rückkauf vor

Aave-Gründer Stani Kulechov schlug vor, das derzeitige diskretionäre Rückkaufprogramm von AAVE durch ein automatisiertes System zu ersetzen, das durch alle Protokolleinnahmen sowie die Einnahmen des Stablecoins GHO finanziert wird. Dies würde AAVE-Inhabern konsistentere Erträge aus Protokollgebühren und der Stablecoin-Nachfrage verschaffen, unabhängig von der Kreditaktivität.
Aave-Gründer Stani Kulechov hat am Donnerstag auf X eine Vorschau auf Aavenomics 3.0 gegeben – eine Neugestaltung der Tokenomics, die das derzeitige diskretionäre Rückkaufprogramm des Protokolls zugunsten eines automatisierten, nicht-diskretionären On-Chain-Mechanismus abschaffen würde.

Das neue System würde durch alle Protokolleinnahmen sowie die Einnahmen von GHO, dem nativen Stablecoin von Aave, finanziert. Dies stellt eine Abkehr von der aktuellen Regelung dar, bei der Rückkäufe im Ermessen des Teams stattfinden und Händler oft über Zeitpunkt und Umfang im Unklaren lassen.

Kulechovs Beitrag nannte weder einen Zeitplan für die Umsetzung noch, ob der Vorschlag den standardmäßigen Governance-Prozess von Aave durchlaufen würde. Die Richtung ist jedoch klar: hin zu einem vorhersagbaren, durch Code durchgesetzten Rückkaufplan, der AAVE-Inhaber eher wie direkte Nutznießer der Protokolleinnahmen behandelt.

Unter Aavenomics 3.0 würde der automatisierte Rückkauf aus einem breiteren Einnahmenpool schöpfen als das aktuelle Programm. Die Nutzung der GHO-Einnahmen zusätzlich zu den allgemeinen Protokollgebühren bedeutet, dass der Rückkaufmechanismus auch in Zeiten laufen könnte, in denen die Kredit- und Leihaktivitäten nachlassen – vorausgesetzt, GHO behält seine Kopplung und Nachfrage.

Der Vorschlag passt zu Aaves breiterem Bestreben, seine Tokenomics nachhaltiger und weniger abhängig von Teamentscheidungen zu machen. Andere DeFi-Protokolle sind bereits zu automatisierten Buy-and-Burn- oder Gebührenumschaltmodellen übergegangen, und Aave folgt diesem Trend nun mit einer eigenen Variante.

Für Händler stellt sich die Hauptfrage, was mit der Governance geschieht. Der diskretionäre Rückkauf von Aave unterlag immer den Abstimmungen der Community. Ein automatisiertes System beseitigt diese Flexibilität, schafft aber Sicherheit – ein Kompromiss, der beeinflussen könnte, wie AAVE im Verhältnis zu den Fundamentaldaten bewertet wird.

Es wurde keine formelle Abstimmung angekündigt. Kulechovs X-Thread ist bisher die einzige Quelle. Marktteilnehmer werden auf einen vollständigen Governance-Beitrag und darauf achten, ob die Aave DAO den Wechsel akzeptiert. Bis dahin bleibt der Vorschlag eine Vorschau, keine Richtlinie.

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