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BlackRock: 9 Billionen Dollar warten auf Bitcoin-Rally

Laut BlackRock-CIO Rick Rieder suchen noch bis zu 9 Billionen Dollar am Seitenrand nach Anlagen. Das stützt die Bitcoin-Erholung und Risikoanlagen, begünstigt durch Hoffnungen auf ein US-Iran-Abkommen und sinkende Ölpreise. Die vorsichtige Fed-Haltung zu Zinsen hebt ebenfalls die Marktstimmung.
Bitcoin notiert um die 66.000 US-Dollar, während ein hochrangiger BlackRock-Manager betont, dass das an der Seitenlinie liegende Bargeld noch lange nicht erschöpft ist. Rick Rieder, Chief Investment Officer für globale festverzinsliche Anlagen bei BlackRock, sagte in einem Bloomberg-Interview, dass bis zu 9 Billionen Dollar noch immer ein Zuhause suchen – eine Zahl, die Händler aufhorchen lässt, die bereits eine Erholung bei Risikoanlagen beobachten.

Der Hintergrund hat geholfen. Hoffnungen auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran, ein Rückgang des Rohöls auf rund 80 Dollar pro Barrel und eine stärkere Nachfrage nach Aktien haben die Stimmung im gesamten Markt verbessert. Bitcoin hat sich diesem Ton angepasst, erholt sich nach der Verteidigung der 60.000-Dollar-Marke und versucht nun, eine Basis nahe 66.000 Dollar aufzubauen. Der Schritt ist nicht auf eine neue Erzählung aus dem Kryptosektor zurückzuführen – zumindest noch nicht. Es geht um Kapital, das einen Platz sucht, wenn die makroökonomischen Bedingungen lockerer werden.

Rieder verband den konstruktiveren Ton mit der Möglichkeit bedeutender Nachrichtenflüsse, darunter Erwartungen an einen Rekordbörsengang von SpaceX und ein ruhigeres geopolitisches Bild. Seine Aussage war klar: Wenn gute Nachrichten eintreffen, kann Geld schnell zurückfließen. Das ist für Bitcoin wichtig, da der Token zunehmend empfindlich auf Veränderungen der Liquiditätserwartungen reagiert, insbesondere wenn Anleger bereits auf Bargeld sitzen und auf einen saubereren Einstiegspunkt warten.

Dean Chen, Analyst bei Bitunix, formulierte die Lage ähnlich. Das Problem sei nicht ein Mangel an Liquidität, sondern wo diese Liquidität lande. Chen sagte, dass Friedensaussichten, günstigere Energiepreise und die Möglichkeit erneuter Zuflüsse die Kryptostimmung stützen, wenngleich diese Sichtweise schwächer werden könnte, falls die Federal Reserve bei der FOMC-Sitzung in dieser Woche eine härtere Haltung als erwartet einnimmt.

Diese Sitzung ist nun der entscheidende Test. Die Märkte erwarten weitgehend, dass der Leitzins unverändert bleibt, aber ein strengerer Ton zur Inflation oder zum Bilanzabbau könnte die Nachfrage nach Risikoanlagen schnell abkühlen. Die Geldpolitik der Fed ist hier von Bedeutung, da lockerere Finanzierungsbedingungen tendenziell Bitcoin stützen, während eine restriktivere Rhetorik dem Handel meist die Dringlichkeit nimmt.

Auch BlackRock gibt dem Markt einen weiteren Grund, seinen Krypto-Vorstoß zu verfolgen. Das Unternehmen bereitet die Einführung seines iShares Bitcoin Premium Income ETF (BITA) vor, ein Produkt, das Bitcoin-Exposure mit Optionsprämieneinnahmen kombiniert. Bitcoin notiert immer noch deutlich unter seinem Höchststand von 126.000 Dollar vom Oktober letzten Jahres, aber die kurzfristige Frage ist einfacher: Kann er die 70.000-Dollar-Marke zurückerobern, falls die Liquidität günstig bleibt, oder setzt die FOMC zuerst den Ton neu?