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DeFi-Einlagen fallen 2026 nach Kelp-DAO-Hack um 39 %

Millionen wurden von Kelp DAO gestohlen, was zu weitreichenden Mittelabzügen von dezentralen Finanzplattformen führte. In Verbindung mit fallenden Kursen wichtiger Token wie ETH führte dies zu einem starken Rückgang der Gesamteinlagen, was viele Nutzer betraf, die Gelder nachschießen oder verkaufen mussten, um Verluste zu decken.
Der in DeFi-Protokollen gesperrte Gesamtwert (TVL) ist im Jahr 2026 bisher um 39 % eingebrochen – eine brutale Kombination aus einem Bärenmarkt und rekordverdächtigen Exploit-Aktivitäten, wie Daten von DeFiLlama zeigen.

Der Hack von Kelp DAO, einer der größten in diesem Jahr, löste eine Welle von Rückzahlungen aus, die Angst im gesamten Sektor verbreitete. Hacker entzogen den Liquiditätspools des Protokolls Millionen, was die Nutzer dazu veranlasste, Gelder aus verwandten Protokollen abzuziehen. Der Exploit folgt auf eine Reihe von aufsehenerregenden Angriffen auf Cross-Chain-Brücken und Kreditplattformen, die das Vertrauen in die Sicherheit von Smart Contracts erschüttert haben.

Aber der Hack ist nur die halbe Wahrheit. Der breitere Krypto-Abschwung hat Milliarden an Token-Wert vernichtet, was den TVL automatisch reduziert, selbst wenn niemand Geld abhebt. Wenn der Preis von ETH und Top-DeFi-Token wie MKR und CRV fällt, schrumpft der Dollarwert der gesperrten Sicherheiten. Viele Nutzer, deren Kredite unter Wasser stehen, mussten Sicherheiten nachschießen oder eine Liquidation in Kauf nehmen, was den Verkaufsdruck erhöhte.

Daten von DeFiLlama zeigen, dass die zehn größten Protokolle nach TVL seit dem 1. Januar alle Rückgänge von mindestens 30 % verzeichnet haben. Der TVL von Aave ist um 35 % gesunken, der von Lido um 40 % und der von Uniswap um 28 %. Die einzige Ausnahme ist MakerDAO, das sich aufgrund seiner Stablecoin-Einnahmequelle relativ besser gehalten hat. Dennoch ist das Angebot an DAI geschrumpft, da die Nachfrage nach Hebelwirkung nachlässt.

Rekordverdächtige Hack-Aktivitäten sind zu einer prägenden Geschichte des Jahres 2026 geworden. Laut der Blockchain-Sicherheitsfirma Halborn haben die Gesamtverluste aus DeFi-Exploits in diesem Jahr bereits 2,5 Milliarden US-Dollar überschritten – und damit den bisherigen Jahresrekord aus dem Jahr 2025 übertroffen. Die Häufigkeit und Raffinesse der Angriffe haben viele Protokolle gezwungen, den Betrieb zu unterbrechen und Notfall-Audits durchzuführen. Für Händler ist die Risikoprämie für die Nutzung eines ungeprüften Vertrags in die Höhe geschossen.

Was kommt als Nächstes? Der unmittelbare Katalysator ist die Preisentwicklung von Bitcoin – wenn BTC die Unterstützung bei 45.000 US-Dollar halten kann, könnte etwas Kapital zurück in DeFi fließen. Aber die Stimmung bleibt fragil. Das Team von Kelp DAO hat seinen vollständigen Post-Mortem-Bericht noch nicht veröffentlicht oder eine Wiederbeschaffung der gestohlenen Gelder angekündigt. Dieses Update, das innerhalb von zwei Wochen erwartet wird, könnte ein Wendepunkt sein, wenn das Team einen konkreten Weg zur Wiedergutmachung aufzeigt. Ohne ihn könnte der Rückgang von 39 % nur der Anfang sein.