Die Kryptomärkte gaben nach, nachdem die Federal Reserve auf ihrer ersten FOMC-Sitzung unter Kevin Warsh eine hawkische Einschätzung der Zinsen abgegeben hatte. Die meisten großen Token verloren zwischen 1 % und 3 %, angeführt von Bitcoin, als Händler ihre Risiken zurückfuhren, da der politische Hintergrund weniger nachgiebig ausfiel als von manchen erhofft.
Bitcoin fiel auf 64.150 Dollar und verlängerte damit einen ruhigen, aber stetigen Rückzug, während zinsensitive Anlagen sich auf die Aussicht auf länger anhaltend straffere Finanzierungsbedingungen einstellten. Die Bewegung war nach Krypto-Maßstäben nicht dramatisch, aber breit angelegt. Auch Ether und andere große Tokens gaben nach – eine Erinnerung daran, dass dieser Markt sich immer noch an der Makrolage orientiert, wenn die Fed sich zögerlich bei Lockerungen zeigt.
Für Händler geht es nicht nur um die Richtung der Geldpolitik, sondern auch um das Timing. Eine Fed, die länger an hohen Zinsen festhält, setzt die Liquidität unter Druck, und das trifft zuerst spekulative Anlagen. In früheren Zyklen hat Krypto profitiert, wenn die Märkte billigeres Geld oder einen schwächeren Dollar einpreisten, sodass selbst eine moderate Verschiebung der Zinserwartungen die Spotkurse einer schnellen Risikoreduzierung aussetzen kann.
Warshs erstes Treffen ist wichtig, weil neue Gesichter in der Fed die Lesart des Ausschuss-Bias verändern können. Falls die neue Zusammensetzung vorsichtiger gegenüber Inflation eingestellt ist, können Zinssenkungshoffnungen schnell schwinden. Das ist für Bitcoin relevant, weil der Markt ihn zunehmend als makroökonomischen Proxy behandelt, insbesondere wenn die Hebelwirkung hoch ist und die ETF-Zuflüsse nicht stark genug sind, um Verkäufe aufzufangen.
Die unmittelbare Frage ist, ob es sich nur um eine eintägige Schwankung nach der Zinsentscheidung handelt oder um den Beginn einer tieferen Neubewertung der Risikobereitschaft. Falls Bitcoin die 64.000-Dollar-Marke verliert und sich nicht mit höherem Volumen erholt, könnte die kurzfristige Stimmung weiter eintrüben. Falls die Renditen von Staatsanleihen nachgeben und der Dollar schwächer wird, könnte der Druck ebenso schnell nachlassen.
Der zu beobachtende Level ist klar. Bitcoin muss nahe der aktuellen Unterstützung bleiben und die Mitte der 64.000er-Marke zurückerobern, um die Kursentwicklung zu stabilisieren. Jede weitere Schwäche infolge des hawkishen Tones der Fed würde voraussichtlich auch die Altcoins unter Druck halten.
Fed mit hawkishem Ausblick drückt Bitcoin auf 64.150 Dollar
Die meisten großen Kryptowährungen verloren zwischen 1 % und 3 % nach einem hawkishen Hinweis der Federal Reserve. Bitcoin fiel auf 64.150 Dollar im Zuge der Entscheidung.