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GateDEX startet On-Chain-Prognosemarkt auf Polygon am 18. Juni

GateDEX Prediction Market startet am 18. Juni mit verbesserter Benutzerkontrolle und On-Chain-Abrechnung auf Polygon. Er bietet direkte Wallet-Besitzverhältnisse und vereinfachten Einstieg über eine Quick-Wallet-Lösung.
Gate bereitet den Start von GateDEX Prediction Market am 18. Juni vor und bringt damit eine dezentralere Struktur in eine der umsatzstärksten Derivatenischen der Kryptobranche. Die Börse erklärte, dass sich die neue Plattform in mehreren wesentlichen Punkten von ihrem bisherigen Prognosemarkt auf der Hauptseite unterscheiden werde – vor allem bei der Anmeldung, der Autorisierung von Trades und der Abwicklung von Positionen.

Im neuen Setup verbinden Händler ein Gate-Konto mit einer Web3-Wallet, anstatt vollständig im internen System der Börse zu handeln. Gate gab an, dass die Auftragsautorisierung künftig nicht mehr von der Börse im Namen des Nutzers, sondern vom Nutzer selbst mit seiner eigenen Wallet erfolgt. Diese Änderung ist bedeutsam, weil sie dem Trader mehr Kontrolle und mehr Eigenverantwortung überträgt und das Produkt gleichzeitig wie einen echten On-Chain-Markt aussehen und funktionieren lässt.

Auch die Abwicklung ändert sich. Statt über Gates internes USDT-Kontobuch zu laufen, werden Positionen künftig auf Polygon in USDC abgerechnet. Für Händler bedeutet das eine direkte On-Chain-Exposition und eine einfachere Nachverfolgbarkeit außerhalb der Börsenbücher. Gleichzeitig kommen die üblichen kettenabhängigen Faktoren ins Spiel – Wallet-Verwaltung, Netzwerkbedingungen und Token-Liquidität werden Teil der Gleichung.

Ein weiterer deutlicher Unterschied betrifft die Eigentumsverhältnisse. Gate erklärte, dass Positionen auf der neuen Plattform direkt im Wallet des Nutzers gehalten werden und nicht in einem Gate-Konto gebündelt sind. Für einen Prognosemarkt ist das eine tiefgreifende strukturelle Änderung, die Verwahrung, Transparenz und die Möglichkeit der Nutzer, ihre Bestände on-chain einzusehen, neu definiert.

Die Börse versucht zudem, die Einstiegshürde zu senken. Der Zugang soll über eine TEE-Quick-Wallet mit One-Click-Zugriff erfolgen, die Browsererweiterungen, den Umgang mit privaten Schlüsseln und manuelle Netzwerkwechsel überflüssig macht. Dieser Ansatz ist inzwischen bei vielen Kryptoprodukten zu beobachten, die die Selbstverwahrung weniger abschreckend gestalten wollen, ohne das On-Chain-Modell vollständig aufzugeben.

Der Start erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Prognosemärkte weiterhin die Aufmerksamkeit von Privatanlegern und Börsen auf sich ziehen, die nach neuen Gebühreneinnahmen suchen. Der wahre Test wird die Umsetzung sein. Die Händler werden beobachten, ob der Rollout reibungslos verläuft, ob die Liquidität auf Polygon ausreicht, um aktive Märkte zu unterstützen, und ob das Produkt über den bestehenden Gate-Kundenstamm hinaus Zuspruch findet, sobald es am 18. Juni live geht.