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Russland kriminalisiert Kryptowährungsdiebstahl; EU zwingt unlizenzierte Börsen hinaus

Russlands Oberster Gerichtshof hat Kryptowährungen als Eigentum klassifiziert und den Diebstahl digitaler Vermögenswerte Strafdelikten gleichgestellt. Gleichzeitig verpflichtete der europäische Regulierer ESMA Kryptohandelsplattformen ohne MiCA-Lizenz zum Marktaustritt aus der EU.
Bitcoin ist in der vergangenen Woche auf $64.000 zurückgekehrt und hat damit Terrain nach jüngsten Turbulenzen zurückgewonnen. Aber die Preisbewegung war nur ein Teil der Geschichte. Eine Reihe regulatorischer und technischer Entwicklungen hielten Trader unter Druck.

Russlands Oberster Gerichtshof traf einen wegweisenden Beschluss: Kryptowährung wird nun offiziell als Eigentum zum Zweck der Diebstahlsverantwortung klassifiziert. Der Beschluss bedeutet, dass der Diebstahl digitaler Vermögenswerte dieselben rechtlichen Folgen mit sich bringt wie der Diebstahl von Bargeld oder Sachvermögen. Für russische Trader und Börsen, die noch im Land tätig sind, schafft der Beschluss rechtliche Klarheit – und Risiko. Das Gericht spezifizierte nicht, wie Börsen sich anpassen müssen, doch die Implikation ist klar: Kryptowährungsdiebstahl ist eine Straftat nach russischem Strafrecht.

An der europäischen Front setzte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) eine verbindliche Frist. Kryptohandelsplattformen ohne Zulassung gemäß der Verordnung über Märkte für Kryptoaktiva (MiCA) müssen die Europäische Union verlassen. Die Frist ist bereits wirksam, und die ESMA teilte mit, dass sie nationale Regulierer zur Durchsetzung der Regel erwartet. Für Börsen und Verwahrstellen, die keine MiCA-Lizenz erhalten haben, ist es Zeit zum Gehen. Die Maßnahme verschärft die Regeln für Unternehmen, die in einer Grauzone tätig waren.

Unterdessen steht Ethereum unter andersartiger Druck. Ein führender Entwickler warnte vor einer möglichen Finanzierungskrise für die laufende Netzwerkentwicklung. Der Entwickler, dessen Identität nicht offengelegt wurde, erklärte, dass die gegenwärtigen Finanzierungsmechanismen für Ethereums Protokollforschung und Client-Teams möglicherweise nicht nachhaltig sind. Ohne ein neues Finanzierungsmodell könnte das Upgrade-Pipeline des Netzwerks verlangsamt werden. Die Aussage zog Aufmerksamkeit der ETH-Gemeinschaft auf sich, obwohl keine unmittelbaren Änderungen erwartet werden.

Auf einer positiveren Note schlugen Ethereum-Entwickler auch ein neues Post-Quanten-Sicherheits-Upgrade für Konten vor. Der Vorschlag würde Schutz gegen Quantencomputer-Angriffe zu Kosten von nur $0.07 pro Konto bieten. Der niedrige Preis soll eine breite Annahme fördern. Zwar liegen Quantencomputer, die derzeitige Kryptografie durchbrechen könnten, noch Jahre in der Zukunft, doch der Vorschlag ist eine Absicherung gegen künftige Risiken.

Bitcoins Sprung auf $64.000 ist ein positives Zeichen. Doch der russische Gerichtsbeschluss und die ESMA-Frist erzeugen Gegenwind. Ethereums Finanzierungswarnung ist ein Fragezeichen für die Zukunft des Netzwerks. Achten Sie in den kommenden Wochen auf Ankündigungen von Börsenaustritten aus der EU und jede Reaktion von Entwicklern zur Ethereum-Finanzierung.