Südkoreas Finanzaufsicht hat nach einem Hack im Wert von 32 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr ein Sanktionsverfahren gegen Dunamu, den Betreiber der Krypto-Börse Upbit, eingeleitet.
Yonhap News berichtete am 19. Juli, dass der Financial Supervisory Service (FSS) kürzlich ein Prüfungs-Gutachten an Dunamu gesendet hat. Dieser Schritt erfolgt sieben Monate, nachdem die Aufsichtsbehörde ihre Untersuchung des Vorfalls vom November 2025 eingeleitet hatte, bei dem Vermögenswerte im Solana-Netzwerk im Wert von 44,5 Milliarden Won von der Börse abgezogen wurden.
Dunamu gibt an, 2,6 Milliarden Won (1,9 Millionen US-Dollar) der gestohlenen Gelder eingefroren und wiederhergestellt zu haben. Die verbleibenden 38,6 Milliarden Won (27,8 Millionen US-Dollar) wurden vollständig aus den eigenen Reserven von Upbit gedeckt. Der FSS prüft nun jedoch, ob die Börse gegen das Gesetz zum Schutz von Nutzern virtueller Vermögenswerte verstoßen hat – ein Gesetz, das 2024 in Kraft trat.
Hier ist der Haken: Der derzeitige Rechtsrahmen Südkoreas enthält keine direkten Strafbestimmungen für Hacking-Vorfälle oder Systemausfälle. Das bedeutet, selbst wenn der FSS Dunamu für schuldig befindet, könnten die Sanktionen milde ausfallen. Die Aufsichtsbehörde plant, das Unternehmen vorab über ihre Sanktionsempfehlung zu informieren, nachdem Dunamu sein Antwortverfahren abgeschlossen hat.
Endgültige Strafen werden erst nach Beratungen durch den Sanktionsprüfungsausschuss, die Securities and Futures Commission und die Financial Services Commission festgelegt. Dieser mehrstufige Prozess könnte Wochen oder Monate dauern.
Für Händler sind die unmittelbaren Auswirkungen begrenzt. Die Nutzer von Upbit wurden bereits entschädigt, und der Handel läuft normal weiter. Aber der Fall schafft einen Präzedenzfall. Wie Südkorea seine größte Börse nach einem großen Exploit behandelt, wird die Durchsetzungshaltung des Landes unter dem neuen Nutzerschutzgesetz aufzeigen.
Man sollte auf die formelle Sanktionsempfehlung des FSS und die anschließenden Ausschussentscheidungen achten. Diese werden bestimmen, ob Dunamu eine Geldstrafe, eine Geschäftseinstellung oder etwas ganz anderes droht.
Südkorea prüft Strafen für Upbit-Betreiber nach $32-Mio.-Hack
Südkoreas Finanzaufsicht hat ein Sanktionsverfahren gegen Dunamu, den Betreiber der Börse Upbit, eingeleitet. Dies geschieht sieben Monate, nachdem bei einem Hack auf Solana basierende Vermögenswerte im Wert von 32 Millionen US-Dollar gestohlen wurden.