Bitcoin-Händler gehen dem 17. Juni entgegen, während die Federal Reserve weiterhin die Schwerstarbeit für risikoreiche Anlagen leistet. Der nächste Schritt der Zentralbank ist wichtig, da der Markt stark auf die Idee gesetzt hat, dass die US-Zinsen kurz vor einer Wende nach unten stehen, und Bitcoin hat dieses Umfeld in der Regel gemocht, wenn die Realrenditen sinken und der Dollar schwächer wird.
Der erste Hinweis ist einfach: keine überraschende hawkische Wende. Wenn Fed-Vertreter weiter auf langsameres Wachstum und kühlere Inflation verweisen, bleibt Raum für den Markt, um später im Jahr weiterhin Zinssenkungen einzupreisen. Bitcoin reagiert empfindlich auf diese Rechnung. Niedrigere Leitzinsen können Geld aus geldmarktnahen Anlagen abziehen und zurück zu Vermögenswerten mit höherem Beta, einschließlich BTC, lenken.
Ein zweiter Hinweis ist das Dot-Plot und der Ton darum herum. Selbst eine kleine Änderung in der Darstellung des Zinspfads durch die Fed-Vertreter kann die kurzfristigen Renditen bewegen, und Kryptowährungen reagieren oft schnell, wenn kurzfristige Staatsanleiherenditen fallen. Händler beobachten, ob der Ausschuss die Ansicht beibehält, dass die Politik immer noch restriktiv genug sei, um eine Lockerung ohne erneute Inflationsängste zu ermöglichen. Diese Balance ist heikel. Zu vorsichtig: Der Dollar bleibt gestützt. Zu taubenhaft: Der Markt erhält ein neues Angebot für Risiko.
Der dritte Teil sind die Kommentare der Fed zum Arbeitsmarkt. Ein weicheres Bild der Beschäftigung gibt den politischen Entscheidungsträgern mehr Grund, sich in Richtung Lockerung zu neigen, und Bitcoin hat oft profitiert, wenn Händler beginnen, sich auf Wachstumsunterstützung statt auf Inflationsbekämpfung zu konzentrieren. Das garantiert keinen sofortigen Ausbruch, kann aber Momentum-Käufer interessiert halten, wenn BTC bereits wichtige Widerstandsniveaus testet.
Für Krypto-Desks geht es weniger um eine einzelne Schlagzeile als vielmehr darum, wie die gesamte Zinskurve reagiert. Ein Rückgang der 2-jährigen Treasury-Rendite, ein schwächerer Dollar und ein stetiger Aktienauftrieb würden alle eine bullische Lesart für Bitcoin untermauern. Falls die Fed-Vertreter gegen die Idee von Zinssenkungen argumentieren, kann der Trade schnell verblassen.
Damit bleibt für den Rest des Tages ein klarer Punkt: die Wortwahl der Fed zu Zinsen, Wachstum und Arbeit. Fallen die Stellungnahme und die Projektionen weicher aus als erwartet, könnte Bitcoin den Schub bekommen, den Händler erwartet haben. Wenn nicht, bleibt BTC möglicherweise in derselben engen, makrogetriebenen Spanne stecken, die einen Großteil des Juni dominiert hat.
Drei Fed-Hinweise könnten Bitcoin Auftrieb geben
Drei Hinweise der Federal Reserve, die sich positiv auf Bitcoin auswirken könnten. Diese deuten auf potenziell unterstützende Geldpolitiken hin, die die Kryptopreise steigen lassen könnten.