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US-Haushaltsausschuss plant sieben Krypto-Steuergesetze zum Staking

Der US-Haushaltsausschuss im Repräsentantenhaus bereitet ein Paket mit Steuergesetzen vor, das klare Regeln für digitale Vermögenswerte wie Staking und Mining schafft. Ziel ist die Angleichung der Krypto-Steuerbehandlung an traditionelle Finanzmärkte.
Der US-Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses plant, bereits am Freitag, dem 5. Juni 2026, ein umfassendes Paket mit sieben Steuergesetzen für Kryptowährungen vorzulegen. Laut Bloomberg handelt es sich dabei um den ersten Fall, bei dem die Führung des wichtigsten steuerrechtlichen Ausschusses im Kongress eine direkte Führungsrolle bei der Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten übernimmt.

Quellen, die mit dem Thema vertraut sind, berichten, dass das Gesetzespaket darauf abzielt, langjährige Beschwerden der Branche in Bezug auf steuerliche Gleichstellung mit traditionellen Finanzinstrumenten zu beheben. Der republikanische Abgeordnete Kevin Hern bestätigte, dass die Gesetzentwürfe die zeitliche Anwendung und Methodik zur Besteuerung von Staking-Belohnungen und geminten Tokens klären werden.

Der Ausschuss erwägt außerdem, Kapitalgewinnausnahmen für bestimmte Stablecoin-Transaktionen einzuführen, was die tägliche Nutzung dieser an den Dollar gebundenen Vermögenswerte stärken könnte.

Um Kryptowährungen mit traditionellen Wertpapieren in Einklang zu bringen, schlägt das Paket vor, die Wash-Sale-Regel auf digitale Vermögenswerte auszuweiten. Derzeit können Krypto-Händler eine Lücke nutzen, indem sie Vermögenswerte mit Verlust verkaufen und sofort zurückkaufen, um einen Steuerabzug zu beanspruchen – eine Praxis, die im Aktienhandel durch die 30-Tage-Wash-Sale-Regel verboten ist.

Die Gesetzentwürfe planen auch, Safe-Harbor-Bestimmungen auf ausländische Investoren auszudehnen, die US-Digitalassets handeln, und temporäre Vermögensübertragungen zu erlauben, ohne Kapitalgewinne auszulösen.

Das Finanzministerium arbeitet aktiv mit dem Ausschuss an der Ausarbeitung dieser Maßnahmen zusammen, doch die parteiübergreifende Einigung bleibt schwierig. Der führende Demokrat im Steuerunterausschuss des Hauses, Mike Thompson, mahnte nach einer Diskussionsrunde im Mai zur Vorsicht und betonte, dass die Abgeordneten die Risiken von Handeln oder Nicht-Handeln sorgfältig abwägen müssen. Währenddessen erstellen hochrangige Steuergesetzgeber des Senats beider Parteien stillschweigend eigene konkurrierende Krypto-Steuergesetzentwürfe.

Für Händler liegt der Fokus nun auf der anstehenden Anhörung des Ausschusses Anfang nächster Woche. Bei Verabschiedung könnte die Abschaffung der Wash-Sale-Lücke die Strategien zum Steuerverlust-Management zum Jahresende verändern, während klarere Staking-Regeln eine bedeutende Compliance-Unsicherheit für institutionelle Validatoren beseitigen würden. Die offiziellen Gesetzestexte sollen am Freitag veröffentlicht werden, um die genauen Schwellenwerte für Stablecoin-Ausnahmen zu bestätigen.