Die XRP-Reserven auf Börsen sind auf ein Siebenjahrestief von etwa 1,6 Milliarden Token gefallen. Das ist die Hälfte des Angebots, das sich zum Höchststand im Oktober 2025 auf den Börsen befand.
Der Haupttreiber: institutionelle Käufe durch börsengehandelte Fonds (ETFs). Mehrere XRP-ETFs haben seit ihrer Einführung Anfang dieses Jahres fast eine Milliarde Token absorbiert und damit Coins aus den Orderbüchern der Börsen in Verwahr-Wallets abgezogen.
Ripple Labs hält nach wie vor die überwältigende Mehrheit der XRP – rund 36 Milliarden Token, die in Smart-Contract-Treuhandkonten (Escrows) gesperrt sind. Das Unternehmen gibt jeden Monat eine Milliarde Token aus diesen Verträgen frei, sperrt jedoch in der Regel den größten Teil des freigegebenen Angebots wieder.
Der schrumpfende Börsenbestand verändert die Marktmechanik. Da weniger Token für den sofortigen Verkauf verfügbar sind, hat die Tiefe auf der Verkaufsseite abgenommen. Für aktive Händler bedeutet dies, dass kleinere Orders den Preis stärker bewegen können als in einem tieferen Markt.
Diese Angebotsverknappung kommt zu einer Zeit, in der XRP bereits viele andere Kryptowährungen mit hoher Marktkapitalisierung übertrifft. Die ETF-Nachfrage war ein beständiger Rückenwind, und die sinkenden Börsenreserven untermauern dieses Narrativ – zumindest vorerst.
Das größte Risiko für diese Konstellation ist der Ripple-Escrow. Das Unternehmen hat die Befugnis zu entscheiden, ob es seine monatlichen Freigaben verkauft oder wieder sperrt. Wenn Ripple seine Politik ändert und beginnt, mehr Token auf den Markt zu bringen, könnte sich das Angebot an den Börsen schnell wieder erholen.
Händler sollten zwei Datenpunkte beobachten: die wöchentlichen Börsenreserven von großen Datenanbietern und den nächsten Escrow-Bericht von Ripple. Wenn die Reserven weiter fallen und die Escrow-Freigaben größtenteils wieder gesperrt werden, wird die Angebotsverknappung anhalten.
XRP-Angebot auf Börsen fällt auf 7-Jahres-Tief
Die Menge der auf Börsen verfügbaren XRP-Token hat sich aufgrund von institutionellen Käufen über ETFs halbiert, wodurch weniger Coins für aktive Händler zur Verfügung stehen. Dies ist von Bedeutung, da weniger Token auf Börsen die XRP-Preise anfälliger für kleinere Verkäufe machen können.