Europas größter Vermögensverwalter ist offiziell auf Solana aktiv. Amundi, das ein verwaltetes Vermögen von 2,4 Billionen Euro (2,6 Billionen US-Dollar) betreut, hat sich mit der Tokenisierungsplattform Spiko Finance zusammengeschlossen, um seinen SAFO-Fonds auf der Hochleistungs-Blockchain aufzulegen. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein für die institutionelle Akzeptanz, da ein vollständig UCITS-konformer tokenisierter Fonds direkt auf eine öffentliche Ledger-Infrastruktur gebracht wird.
SAFO fungiert als tokenisierter Geldmarktfonds und bietet institutionellen Anlegern ein risikoarmes Renditeinstrument in einer streng regulierten europäischen Struktur. Durch die Bereitstellung auf Solana umgehen Amundi und Spiko traditionelle, langsame Clearingstellen für die Abwicklung. Stattdessen nutzen sie die Finalität im Subsekundenbereich und die niedrigen Transaktionskosten von Solana, um Rücknahmen und Zeichnungen nahezu in Echtzeit abzuwickeln. Dies ist eine direkte Wette auf öffentliche Mainnets gegenüber zugangsbeschränkten, privaten Banken-Blockchains. Die Technologie von Spiko fungiert dabei als entscheidende Brücke, die die traditionelle Fondsbuchhaltung in On-Chain-Smart-Contract-Logik übersetzt.
Für Solana ist diese Integration eine enorme Bestätigung seiner Enterprise-Tauglichkeit. In der Vergangenheit dominierten Ethereum und Stellar den Bereich der tokenisierten Staatsanleihen und Geldmarktfonds und beherbergten Riesen wie BlackRock und Franklin Templeton. Der Einstieg von Amundi bei Solana verschiebt die Wettbewerbslandschaft. Er beweist, dass institutionelle Compliance auf einem Netzwerk möglich ist, das einst von Stabilitätsproblemen geplagt war. SOL reagierte positiv auf die Nachrichten und behauptete sich inmitten einer breiteren Marktkonsolidierung, da Trader die langfristige Generierung von Netzwerkgebühren durch institutionelle Transaktionen einpreisten. Die Anlageklasse der tokenisierten Real-World Assets (RWAs) auf öffentlichen Blockchains ist kein Sandkastenexperiment mehr, sondern ein milliardenschweres Schlachtfeld.
Der eigentliche Test liegt in der Skalierung der Liquidität und der Integration in den Sekundärmarkt. Einen Fonds aufzulegen ist das eine, aber eine tiefe On-Chain-Liquidität von konservativen europäischen Kapitalgebern anzuziehen, ist etwas ganz anderes. Trader sollten die Zuflüsse des Fonds in den kommenden Wochen über die Solana-Explorer-Daten im Auge behalten, ebenso wie mögliche regulatorische Rückmeldungen europäischer Aufsichtsbehörden zu den Verwahrrisiken auf öffentlichen Blockchains. Der nächste große Katalysator wird sein, ob andere europäische Vermögensverwalter dem Beispiel von Amundi folgen oder ob der etablierte Liquiditätsgraben von Ethereum die Konkurrenz in Schach hält.
Amundi bringt 2,4 Bio. € via tokenisiertem UCITS-Fonds auf Solana
Europas größter Vermögensverwalter Amundi hat sich mit Spiko Finance zusammengeschlossen, um SAFO auf den Markt zu bringen – einen UCITS-konformen tokenisierten Fonds auf der Solana-Blockchain.