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Anchorage Digital verbindet Bundesbank-Infrastruktur mit DeFi über Atlas Settlement Layer

Anchorage Digital verbindet Bundesbank-Infrastruktur mit DeFi über Atlas Settlement Layer

Anchorage Digital startet sein Atlas-Netzwerk für koordinierte Transaktionen auf nicht-verwahrenden DeFi-Plattformen wie Hyperliquid und Aave. Damit könnte sich der Zugang institutioneller Anleger zu dezentraler Finanzierung verbessern und gleichzeitig die Sicherheit erhöht werden.
Anchorage Digital, die einzige bundesrechtlich zugelassene Kryptobank der USA, expandiert im Bereich der institutionellen Abwicklungsinfrastruktur und positioniert sein Atlas-Netzwerk als Koordinationsschicht für Mehrparteien-Abrechnungen auf nicht-verwahrenden Handelsplattformen. Mit diesem Ansatz können Käuferinstitutionen Geschäfte auf dezentralen Plattformen – beginnend mit Hyperliquid, Lighter und Aave – ausführen, während die Abwicklung und das Gegenparteirisiko von der Bundesbank-Infrastruktur unterstützt werden.

Diese Unterscheidung ist entscheidend. Institutionen mussten bisher zwischen der Schnelligkeit und den Renditechancen dezentraler Börsen und der regulatorischen Aufsicht, die sie von einer Bank erwarten, wählen. Atlas beseitigt diese Reibungsverluste. Als Vermittler, der die Abwicklung koordiniert, ohne selbst Vermögenswerte zu halten, bietet Anchorage institutionellen Käufern und Verkäufern einen föderierten Abwicklungsmechanismus, der die On-Chain-Ausführung mit Off-Chain-Abschlussgarantien einer bundesrechtlich zugelassenen Einrichtung verbindet.

Hyperliquid und Lighter sind Plattformen für unbefristete Futures, auf denen institutionelle Händler gehebelte Positionen eingehen – ein Umfeld, in dem Ausführungsgeschwindigkeit und Gegenparteisicherheit Handelsentscheidungen beeinflussen. Aave deckt die Kreditseite ab: Institutionen, die Stablecoins und andere Kryptoaktiva in nicht-verwahrenden Pools leihen oder verleihen möchten. In allen drei Fällen war die geringe Sicherheit bei der Abwicklung ein Engpass. Ein Smart Contract kann einen Handel sofort ausführen, doch wenn eine Partei ausfällt oder nicht zahlt, drohen Liquidationsketten oder Verluste. Die Abwicklungsgarantie einer Bundesbank – gestützt durch Kapitalanforderungen und FDIC-Versicherungen – verändert dieses Risikoprofil grundlegend.

Anchorage ist in diesem Bereich kein Neuling. Die Bank besitzt seit 2021 eine bundesrechtliche Lizenz und hat seitdem Beziehungen zu Vermögensverwaltern, Krypto-Handelsabteilungen und institutionellen Plattformen aufgebaut. Atlas ist 2024 als Netzwerk für koordinierte Abwicklungen gestartet. Die Integration mit konkreten Handelsplätzen deutet darauf hin, dass die Infrastruktur von der Testphase in den aktiven institutionellen Handel übergeht.

Die Entwicklung ist auch für Aave-Inhaber vorteilhaft, da die Einbindung institutioneller Abwicklungsinfrastruktur in der Regel zu höherer Plattformnutzung und damit zu mehr Gebühren führt, besonders beim Stablecoin-Kreditwesen, wo Margin-Trader die größten Nutzer sind. Die Governance von Aave könnte daher Volumenanstiege erleben, wenn Market Maker und Händler den Anchorage–Atlas-Weg als Standard für große institutionelle Positionen annehmen.

Offizielle Ankündigungen von Hyperliquid und Lighter werden den Startzeitplan und die unterstützten Handels-Paare bestätigen. Institutionelle Adoption verläuft selten geradlinig – Banken werden die Infrastruktur zunächst mit kleineren Positionen testen, bevor sie größere Volumina einsetzen. Der eigentliche Durchbruch erfolgt, wenn Handelsvolumen bekannter institutioneller Akteure (Wintermute, Jump Trading, Citadel Securities) auf diesen Plattformen unter Nutzung der Atlas-Abwicklung sichtbar wird. Das wäre ein Beleg dafür, dass das Modell im großen Maßstab funktioniert.