Zurück zu Nachrichten
Diese Nachricht ist veraltet. Die Marktbedingungen können sich seit der Veröffentlichung geändert haben.
Charles Schwab plant Kryptohandel für Berater Mitte 2027

Charles Schwab plant Kryptohandel für Berater Mitte 2027

Charles Schwab will bis Mitte 2027 Spot-Handel und Verwahrung von Kryptowährungen für Investmentberater anbieten. Dadurch können Berater Bitcoin und Ether direkt auf der Schwab-Plattform handeln und verwahren.
Charles Schwab bereitet die Einführung von Spot-Kryptowährungshandel und Verwahrungsdiensten direkt für sein großes Netzwerk von registrierten Investmentberatern (RIA) vor. Das Vermögensverwaltungsunternehmen mit einem Volumen von 10 Billionen US-Dollar plant den Start für Mitte 2027, wie aus internen Plänen von Jalina Kerr, Geschäftsführerin bei Schwab Advisor Services, hervorgeht.

Der Zeitplan, ursprünglich von Wu Blockchain berichtet, ist noch flexibel. Sobald der Service verfügbar ist, können Vermögensverwalter digitale Assets – insbesondere Bitcoin und Ether – direkt über Schwabs primäre Verwahrungsplattform handeln, verwahren und übertragen. Das ist ein bedeutender Wandel gegenüber dem aktuellen Modell, bei dem Berater Drittanbieter-Plattformen oder spezialisierte Krypto-Verwahrer für die Verwaltung von Kundenbeständen nutzen müssen.

Die Integration von Krypto-Verwahrung in eine bestehende Infrastruktur mit einem Vermögensvolumen von 10 Billionen Dollar stellt eine regulatorische und technische Herausforderung dar. Schwab bietet Privatkunden bereits Zugang zu Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs, doch direkte Spot-Handelsmöglichkeiten für institutionelle und beratende Kunden erfordern starke Clearing-Mechanismen und höchste Sicherheitsstandards. Vermögensverwalter fordern schon lange eine einheitliche Oberfläche, auf der Kryptowährungen neben traditionellen Aktien und Anleihen verwaltet werden können. Schwabs Initiative zielt darauf ab, diese Fragmentierung zu überwinden.

Der langsame und stetige Ansatz des Unternehmens unterscheidet sich von Krypto-native Plattformen, doch die schiere Größe von Schwab macht das Unternehmen zu einem potenziellen Marktführer. Sollte der Starttermin Mitte 2027 eingehalten werden, könnte das eine massive Kapitalzufuhr von konservativen Vermögensverwaltern auslösen, die bisher wegen Compliance-Hürden zögerten. Es geht hier um institutionelle Verteilung und nicht um Hype im Einzelhandel.

Der Markt erwartet regulatorische Einreichungen oder Pilotprogramm-Ankündigungen von Schwab. Jede Beschleunigung des Zeitplans – oder Verzögerungen aufgrund geänderter SEC-Anweisungen – werden wichtige Indikatoren dafür sein, wie schnell die größten Torwächter an der Wall Street bereit sind, direkten Besitz digitaler Assets zu akzeptieren.

Verwandte Nachrichten