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Coinbase fordert den Kongress auf, Steuern auf Stablecoin-Zahlungen abzuschaffen

Coinbase hat den US-Kongress aufgefordert, Kapitalertragssteuern auf Stablecoin-Zahlungen zu streichen. Das Unternehmen sprach sich auch für die Befreiung kleinerer Krypto-Transaktionen von komplexen Meldevorschriften aus.
Coinbase hat US-amerikanische Gesetzgeber offiziell gebeten, die Besteuerung von Stablecoin-Transaktionen zu überarbeiten. Die aktuellen Kapitalertragsregeln führten zu unnötigen Hürden für Krypto-Nutzer. Lawrence Zlatkin, Vice President für Steuern bei Coinbase, sprach am 10. Juni vor dem Haushalts- und Steuerausschuss des Repräsentantenhauses und forderte die Abschaffung der Kapitalertragsteuerpflicht auf Ausgaben mit Stablecoins.

Der Kern der Debatte betrifft die steuerliche Behandlung von Stablecoins – digitalen Dollar, die 1:1 an den US-Dollar gekoppelt sind. Nutzer realisieren offiziell Kapitalgewinne oder -verluste, wenn sie Stablecoins ausgeben oder tauschen, obwohl der Wert praktisch konstant bleibt. Coinbase argumentiert, dass dies Konsumenten und Händler mit kostspieligen und verwirrenden Pflichten belastet, was die Akzeptanz von Kryptowährungen und Innovationen im Zahlungsverkehr hemmt.

Neben steuerlichen Hindernissen verwies Coinbase auf die umfangreichen Meldepflichten bei kleinen Kryptotransaktionen. Das Unternehmen fordert die Ausnahmeregelung für routinemäßige, niedrige Krypto-Zahlungen von diesen aufwändigen Vorschriften. Diese seien unverhältnismäßig und ungeeignet für die Besonderheiten digitaler Währungen. Zlatkin wies darauf hin, dass ohne Reformen die Kosten der Einhaltung Händler davon abhalten könnten, Stablecoins zu akzeptieren, was deren tatsächliche Nutzung als Zahlungsmittel einschränkt.

Diese Vorschläge kommen inmitten einer umfassenderen regulatorischen Debatte über die Rolle von Kryptowährungen im traditionellen Finanzsystem. Stablecoins gewinnen an Bedeutung: Im Mai 2026 sind weltweit über 130 Milliarden US-Dollar im Umlauf. Allerdings hinkt die steuerliche Regulierung hinter den technischen und marktbezogenen Entwicklungen her. Coinbases Initiative setzt sich mit der Herausforderung auseinander, Kryptowährungen in bestehende Steuer- und Compliance-Systeme zu integrieren, um eine Balance zwischen staatlicher Aufsicht und Branchenwachstum zu gewährleisten.

Der Kongress zeigte bisher gemischte Hinweise zur Regulierung von Stablecoins. Diskussionen zu möglichen bundesweiten Rahmenbedingungen laufen weiter, sind aber noch nicht abgeschlossen. Marktteilnehmer argumentieren, dass eine klarere und günstigere steuerliche Behandlung neue kommerzielle Anwendungen eröffnen würde – von alltäglichen Zahlungen bis hin zu Gehaltsabrechnungen und Zahlungen für Telearbeit.

In den kommenden Monaten wird in wichtigen Steuerausschüssen mit legislativen Schritten gerechnet. Jegliche Änderungen der Kapitalertragsregeln oder Meldegrenzen für Stablecoin-Zahlungen werden die Marktaktivitäten und die Nutzerakzeptanz maßgeblich beeinflussen. Händler und Investoren sollten diese Entwicklungen aufmerksam verfolgen, da steuerliche Klarheit eine entscheidende Voraussetzung für die breitere Integration von Kryptowährungen in das traditionelle Finanzwesen bleibt.