Senatorin Elizabeth Warren hat eine neue Offensive gegen die Krypto-Branche gestartet und die Rechtmäßigkeit von nationalen Treuhand-Banklizenzen für Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte offiziell infrage gestellt. In einem Schreiben an das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) argumentierte die Demokratin aus Massachusetts, dass die Genehmigung von neun solcher Lizenzen – darunter für Branchengrößen wie Coinbase und Ripple – gegen den National Bank Act verstößt.
Der Kern von Warrens Argumentation liegt in der Definition einer Nationalbank. Sie behauptet, dass diese Firmen nicht die traditionellen Bankgeschäfte betreiben, die nach Bundesrecht erforderlich sind, und damit die strengen Aufsichtsregeln für konventionelle Finanzinstitute umgehen. Durch die Erteilung dieser Lizenzen habe das OCC sein Mandat überschritten und ein regulatorisches Hintertürchen geschaffen. Dies erlaube es Krypto-Unternehmen, mit dem Prestige einer Nationalbank zu agieren, während sie gleichzeitig notwendige Verbraucherschutzmaßnahmen vermeiden.
Für den Markt ist dies ein direkter Schlag gegen das Narrativ der zunehmenden Institutionalisierung. Unternehmen haben lange Zeit versucht, diese Lizenzen zu erhalten, um ihre Betriebsabläufe über Bundesstaatsgrenzen hinweg zu vereinfachen und in den Augen der traditionellen Finanzwelt an Legitimität zu gewinnen. Sollte das OCC gezwungen sein, diese Genehmigungen zu widerrufen oder einzufrieren, würde der operative Aufwand für Firmen wie Coinbase sprunghaft ansteigen. Dies erschwert ihr Angebot an bankähnlichen Dienstleistungen und zwingt sie zurück in ein fragmentiertes Lizenzsystem auf Ebene der einzelnen Bundesstaaten.
Bitcoin-Trader sollten die Reaktion des OCC genau beobachten. Obwohl die Behörde ihren Lizenzierungsprozess bisher stets als Instrument zur Förderung von Innovation verteidigt hat, führt politischer Druck von hochrangigen Ausschussmitgliedern oft zu einem Kurswechsel. Eine formelle Überprüfung oder ein Moratorium für neue Anträge würde eine Abkühlungsphase für die Integration von Krypto und Bankwesen einläuten. Achten Sie auf offizielle Stellungnahmen des Comptroller-Büros bezüglich einer möglichen Prüfung dieser neun Lizenzen, da ein Widerruf wahrscheinlich eine deutliche Liquiditätsverknappung bei den betroffenen Unternehmen auslösen würde.
Elizabeth Warren stellt Krypto-Banklizenzen als illegal infrage
Senatorin Elizabeth Warren zweifelt die Rechtmäßigkeit von Banklizenzen für Krypto-Unternehmen an und argumentiert, dass diese gegen den National Bank Act verstoßen.