Evernode-CEO Asheesh Birla erklärt, dass die anfängliche Phase des simplen Hortens von Kryptowährungen in der Branche zu Ende geht. Das Unternehmen verlagert seinen Fokus auf die Tokenisierung von realen Vermögenswerten (RWAs), um nachhaltige Einnahmequellen aufzubauen und institutionelles Kapital in den Kreis von XRP zu bringen. In einem Interview mit Bloomingbit am 10. Juni beschrieb Birla das Geschäftsmodell des Digital Asset Treasury (DAT) als an einem strategischen Wendepunkt.
„Digitale Asset-Firmen, die lediglich Kryptowährungen horten, stoßen an natürliche Grenzen“, so Birla. „Die nächste Phase erfordert, Erträge direkt aus den Assets zu generieren.“ Für Evernode – einen großen XRP-Anhäufer, der einen US-Börsengang über eine Special Purpose Acquisition Company (SPAC) anstrebt – liegt der Weg in dezentralen Finanzanwendungen (DeFi) auf Basis des XRP Ledger (XRPL).
Birla glaubt, dass die Architektur des XRPL bei der Tokenisierung Vorteile bietet. Die Blockchain wurde mit Blick auf die Tokenisierung von Finanzanlagen konzipiert und bietet von Haus aus schnelle Transaktionen und geringe Gebühren. Das macht sie attraktiv für RWAs wie tokenisierte Aktien, Kunstwerke und Geldmarktfonds. Der globale Markt für tokenisierte reale Vermögenswerte wird auf rund 30 Milliarden US-Dollar geschätzt und hat sich auf XRPL von knapp 1 Milliarde Dollar im letzten Jahr auf ungefähr 2 Milliarden Dollar heute mehr als verdoppelt.
Anstatt als passives Treasury zu fungieren, will Evernode ein vollwertiges Finanzunternehmen auf XRP-Basis werden, das seine Bestände über Kreditvergabe, Liquiditätsbereitstellung und Asset-Management-Protokolle auf XRPL einsetzt. „Mit wachsender Liquidität und Asset-Zuflüssen auf XRPL erweitern sich die Möglichkeiten, XRP als zentrales Finanzinstrument zu nutzen“, erklärte Birla.
Die geplante Notierung an der NYSE verzögert sich jedoch, nachdem Anfang des Jahres eine überarbeitete S-4-Anmeldung bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurde. Evernode bevorzugt eine transparente Struktur gegenüber einer übereilten Zulassung, die die Glaubwürdigkeit beeinträchtigen könnte – allerdings birgt die Verzögerung Risiken bei der Umsetzung der Pläne.
Laut Birla ist der Finanzsektor in Südkorea bereits bereit für tokenisierte Assets, was auf ein breiteres institutionelles Interesse hinweist. Die Entwicklung von Evernode spiegelt einen breiteren Wandel im digitalen Asset-Bereich wider – weg von bloßer Preiserhöhung hin zur Ertragsgenerierung über real asset-backed DeFi.
Marktteilnehmer sollten die SEC-Überprüfungszeitlinie zur SPAC-Fusion von Evernode sowie Updates zum Ausbau der Tokenisierungs-Pipeline auf XRPL im Blick behalten. Birlas Ansatz positioniert XRP weniger als Spekulationsanlage, sondern vielmehr als Baustein in einer multi-milliarden Dollar schweren institutionellen Infrastruktur – vorausgesetzt, Evernode kann dies umsetzen.
Evernode-CEO: XRP-Hortung reicht nicht – Tokenisierung zieht institutionelles Kapital an
Evernode-CEO Asheesh Birla erklärt, dass das einfache Horten von Krypto nicht mehr ausreicht. Er setzt auf die Tokenisierung realer Vermögenswerte, um Renditen zu erzielen und institutionelle Investoren anzulocken.