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ICBA fordert Fed-Überprüfung von Krakens Konto vor Verlängerung

Die ICBA fordert die Bundesbank von Kansas City auf, das Konto mit begrenztem Zweck von Kraken Financial vor der Verlängerung zu überprüfen und strengere Beschränkungen oder Kündigung in Betracht zu ziehen. Dies deutet auf verstärkte behördliche Prüfung des direkten Zugangs von Kryptounternehmen zur Fed hin.
Der Verband der unabhängigen Gemeinschaftsbanken Amerikas (ICBA) verstärkt den Druck auf das Konto mit begrenztem Zweck von Kraken Financial bei der Federal Reserve Bank of Kansas City und fordert die Reserve Bank von Kansas City auf, die Vereinbarung vor Ablauf der ursprünglichen einjährigen Laufzeit neu zu bewerten.

In einem Schreiben vom 18. Juni forderte der Branchenverband die Federal Reserve Bank auf, sofort zu überprüfen, ob das Tier-3-Konto von Kraken Financial immer noch mit den Zugriffsrichtlinien der Fed übereinstimmt. Die ICBA möchte, dass die Fed zusätzliche Beschränkungen, Aussetzung, Nichtverlängerung oder Kündigung in Betracht zieht, falls erforderlich.

Der Schritt markiert eine abrupte Tonänderung bei einem Konto, das Kraken im März als direkten Abrechnungsmeilenstein für die Kryptobranche präsentiert hatte. Die Federal Reserve Bank von Kansas City genehmigte Payward Financial, das als Kraken Financial tätig ist und mit Sitz in Wyoming, für ein einjähriges Konto mit begrenztem Zweck im Rahmen ihres Tier-3-Überprüfungsprozesses – die restriktivste Stufe, reserviert für Unternehmen mit höheren Risikoprofilen.

Die öffentlich bekannten Bedingungen gewähren Kraken Financial Zugriff auf Fedwire Funds, verbieten aber ausdrücklich intraday-Kreditvergabe, Kreditvergabe im Diskontfenster, Zinsen auf Guthaben und jegliche Nutzung durch die Kraken-Börse oder andere Tochtergesellschaften der Payward-Gruppe.

Diese Einschränkungen machen das Schreiben der ICBA zu mehr als Routine-Branchenlobbying. Da das Konto zeitlich befristet, risikobewertet und bereits Beschränkungen unterliegt, hat die Federal Reserve Bank von Kansas City einen klaren Weg, um die Bedingungen zu verschärfen oder einfach nicht zu erneuern. Ein automatischer Verlängerungsmechanismus wurde nicht offengelegt.

Das Kernargument der ICBA konzentriert sich auf das, was sie als unzureichende Schutzmaßnahmen für ein kryptogebundenes, unversichertes Unternehmen ohne konsolidierte Bundesaufsicht bezeichnet. Das Schreiben hebt betriebliche, rechtliche, reputationsmäßige, Illegalfinanz- und Präzedenzrisiken hervor. Es fordert die Federal Reserve Bank von Kansas City speziell auf zu prüfen, ob die bestehenden Bedingungen diese Bedenken angemessen berücksichtigen und ob weitere Grenzen erforderlich sind.

Das praktische Ziel ist das Verlängerungsfenster. Die Federal Reserve Bank von Kansas City genehmigte das Konto nur für ein Jahr und gab sich selbst einen definierten Punkt, um das Experiment neu zu bewerten. Die ICBA möchte, dass diese Neubewertung vorverlegt wird und verbindet ihre Einwände mit jüngsten Durchsetzungsmaßnahmen bei Kryptokiosken und mit dem separaten Zahlungskontoproposal der Federal Reserve Board, der derzeit in Betracht gezogen wird.

Das Schreiben kann allein kein Ergebnis erzwingen. Es schafft aber ein öffentliches Protokoll von Einwänden des Bankensektors vor Ablauf des ersten Jahres – Druck, den die Federal Reserve Bank von Kansas City nicht leicht ignorieren kann.

Für Kryptounternehmen sind die Einsätze konkret: direkter Zugriff auf Abrechnungsinfrastruktur ohne Abhängigkeit von Vermittlerbanken. Für Kraken ist der nächste Überwachungspunkt, ob die Federal Reserve Bank von Kansas City auf ICBAs Anfrage vor der Verlängerungsfrist reagiert und ob sie eine strengere Haltung gegenüber dem Zugriff von Kryptounternehmen auf das Zahlungssystem der Fed deutet darauf hin.