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Wahrscheinlichkeit für CLARITY-Act sinkt von 74% auf 48%

Auf Polymarket ist die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY-Act bis Ende 2026 verabschiedet wird, von 74% auf 48% gesunken, was auf zunehmende Unsicherheit bei der Regulierung von Kryptoaktivwerten in den USA hindeutet. Die Verzögerung des Gesetzes könnte die derzeitige Unklarheit bei der Regulierung des US-amerikanischen Kryptoaktivmarktes aufrechterhalten.
Wettende auf Prognosemärkten haben die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY-Act – das US-amerikanische Gesetz zur Marktstruktur von Kryptoaktivwerten – dieses Jahr Gesetz wird, erheblich gesenkt. Polymarket setzt die Chance nun auf 48%, gegenüber 74% vor einem Monat, wie aus einem Bericht von Cointelegraph vom 22. Juni hervorgeht. Dieser Rückgang um 26 Prozentpunkte deutet auf einen deutlichen Vertrauensverlust darauf hin, dass das Gesetz den Kongress passiert und bis zum 31. Dezember den Schreibtisch des Präsidenten erreicht.

Der CLARITY-Act ist das ehrgeizigste Legislativvorhaben bisher, um die Regulierung digitaler Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten umzugestalten. Er würde den jahrelangen Kompetenzstreit zwischen der SEC und der CFTC über die Aufsicht von Kryptoaktivwerten beilegen, Verpflichtungen für Börsen, Broker und Emittenten definieren und einen bundesweiten Rahmen für die Marktaufsicht schaffen. Die Verabschiedung war der wichtigste Katalysator, den Trader für regulatorische Klarheit bei Kryptoaktivwerten beobachten.

Warum der plötzliche Rückgang? Die Wahrscheinlichkeiten begannen Ende Mai zu sinken, als die Plenumsdebatte stecken blieb und konkurrierende Änderungsanträge beider Parteien die Ausschussarbeit behinderten. Abgeordnete sind auch durch die bevorstehenden Zwischenwahlen abgelenkt – jeder Tag ohne Abstimmung im Plenum macht eine Verabschiedung 2026 unwahrscheinlicher. Mit der Zeit gegen sie setzt der Markt nun eine Wahrscheinlichkeit unter 50% an, was bedeutet, dass Wetter ein negatives Ergebnis als Standardfall sehen.

Für Kryptoaktivtrader ist dieser Rückgang unmittelbar relevant. Ein unterzeichneter CLARITY-Act würde viele der rechtlichen Grauzonen beseitigen, die große Emittenten und Börsen unter Durchsetzungsdrohungen halten. Ohne ihn bleibt die aggressive Durchsetzungsagenda der SEC ein weiteres volles Jahr lang Standard. Diese Unsicherheit belastet institutionelle Zuflüsse und hindert einige Projekte daran, sich in den USA auflisten zu lassen.

Es gibt noch einen Weg. Das Gesetz hat parteiübergreifende Sponsoren und starke Branchenlobbyarbeit hinter sich. Befürworter argumentieren, dass eine Lame-Duck-Sitzung nach den Wahlen im November ein enges Zeitfenster für einen abschließenden Vorstoß schaffen könnte. Aber mit Chancen unter 50% hat sich die Beweislast verschoben: Der Druck liegt auf den Abgeordneten zu zeigen, dass sie das Gesetz tatsächlich vorantreiben können, bevor der neue Kongress im Januar zusammentritt.

Achten Sie auf zwei konkrete Indikatoren. Erstens jede Stellungnahme der Vorsitzenden des Senatsausschusses für Bankwesen oder des Ausschusses für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses zur Planung einer Abstimmung im Plenum. Zweitens das Auftreten einer formellen Stimmenzählung – das erste Zeichen, dass die Führung bereit ist, politisches Kapital einzusetzen. Bis dahin ist die Zahl von 48% eine angemessene Zusammenfassung des aktuellen Legislativprozesses: möglich, aber nicht mehr wahrscheinlich.