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Südkoreanische Gruppe testet Won-Digitalwährung auf öffentlicher Blockchain

Ein südkoreanisches Konsortium hat einen Pilotversuch für eine auf dem Won basierende Digitalwährung auf der Kaia-Blockchain abgeschlossen. Dabei wurden Zahlungen sofort mit einer Erfolgsquote von 100% verarbeitet.
Ein südkoreanisches Blockchain-Konsortium hat einen Machbarkeitsnachweis für eine auf dem Won basierende digitale Lokalwährung abgeschlossen, die Zahlungen in weniger als einer Sekunde abwickelt. Die Gruppe berichtete von einer Transaktionserfolgsquote von 100% während des Tests.

Der Pilot lief auf Kaia, einer öffentlichen Blockchain-Plattform. Laut dem südkoreanischen Nachrichtenportal Newsis verarbeitete das Projekt mit dem Namen K-STAR Zahlungen und Abrechnungen schneller als übliche Kartennetzwerke. Das Konsortium umfasst mehrere südkoreanische Unternehmen, doch die genaue Zusammensetzung wurde in der Ankündigung nicht genannt.

Eine Abwicklung in unter einer Sekunde gilt als wichtiger Maßstab. Die meisten blockchainbasierten Zahlungssysteme haben noch Probleme mit Durchsatz und Endgültigkeit bei hohen Einzelhandelsvolumina. Eine Erfolgsquote von 100% in einem Testnetz garantiert nicht die gleiche Leistung unter realen Bedingungen, zeigt aber, dass die Architektur Echtzeit-Abrechnungen ohne fehlgeschlagene Transaktionen ermöglicht – eine Grundvoraussetzung, um bestehende Zahlungssysteme zu ersetzen.

Der auf dem Won basierende Token ist als Lokalwährung gedacht und nicht als Ersatz für die digitale Zentralbankwährung, die die Bank of Korea noch prüft. Digitale Lokalwährungen wurden bereits in mehreren südkoreanischen Städten für Gutscheine und kommunale Ausgaben eingesetzt, liefen aber meist auf geschlossenen Systemen. Der Umstieg auf eine öffentliche Blockchain wie Kaia bringt Fragen zu Transparenz und Kompatibilität mit sich, die das Konsortium noch klären muss.

Kaia selbst ist ein Sidechain-Projekt des Kakao-Blockchain-Ablegers Ground X. Die Plattform legt Wert auf schnelle Transaktionen und Kompatibilität mit Ethereum-Werkzeugen. Die Nutzung für einen durch Won gedeckten Token deutet auf wachsendes Interesse südkoreanischer Institutionen an öffentlichen oder hybriden Blockchains für regulierte Zahlungen hin.

Das Konsortium nannte weder einen Zeitplan für einen Live-Einsatz noch beteiligte Banken oder Kommunen. Ohne einen kommerziellen Plan bleibt der Pilot ein technischer Meilenstein. Marktteilnehmer sollten auf weitere Ankündigungen zu Ausgabevolumina, Vertriebspartnern und der Frage achten, ob der Token direkt an Reserven der Bank of Korea oder an Einlagen bei Geschäftsbanken gekoppelt wird. Diese Angaben entscheiden, wie ernsthaft das Projekt bestehende Zahlungssysteme herausfordern kann.

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