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Trump trifft GOP-Senatoren, Ripple warnt vor FTX-ähnlichen Lücken

Präsident Trump versammelt GOP-Senatoren, während Ripple davor warnt, dass eine Ablehnung des CLARITY Acts die Regulierungslücken, die zum FTX-Kollaps führten, bestehen lassen würde. Diese regulatorische Unsicherheit birgt Risiken für die Integrität des Kryptomarktes.
Präsident Donald Trump hat heute wichtige republikanische Senatoren ins Weiße Haus geladen – ein Treffen, das Ripple nutzt, um davor zu warnen, dass die Ablehnung des CLARITY Acts genau die regulatorischen blinden Flecken zementieren würde, die den Zusammenbruch von FTX ermöglichten.

Laut Politico nehmen an dem Treffen im Weißen Haus mehrere GOP-Gesetzgeber teil, die in Banken- und Finanzdienstleistungsausschüssen sitzen. Die Sitzung findet statt, während der Kongress über den CLARITY Act debattiert – ein Gesetz, das einen bundesweiten Rahmen für die Regulierung digitaler Vermögenswerte schaffen und damit einen Flickenteppich von bundesstaatlichen Gesetzen ersetzen soll.

Die PR-Abteilung von Ripple nutzte die Gelegenheit. In einer vor dem Treffen veröffentlichten Erklärung argumentierte das Unternehmen, dass eine Ablehnung von CLARITY die USA mit „genau den Regulierungslücken zurücklassen würde, die es FTX ermöglichten, im Verborgenen zu operieren“. Das Krypto-Zahlungsunternehmen, das seit langem auf klare Regeln drängt, bezeichnete die Gesetzgebung als direkte Lösung für die strukturellen Schwächen, die durch den Börsenkollaps von 2022 offengelegt wurden – ein Zusammenbruch, der Kundengelder in Milliardenhöhe vernichtete und ein weltweites hartes Durchgreifen der Regulierungsbehörden auslöste.

Der CLARITY Act selbst steht vor einem ungewissen Weg. Einige republikanische Senatoren haben Skepsis gegenüber der Vorrangstellung des Bundesrechts vor den Krypto-Regelungen der Bundesstaaten geäußert und argumentieren, dass Staaten wie Wyoming und Texas bereits über effektive regulatorische Testräume („Sandboxes“) verfügen. Andere befürchten, dass der Gesetzentwurf nicht weit genug geht, um Kleinanleger zu schützen. Trumps Rolle als Einberufer deutet darauf hin, dass das Weiße Haus versucht, die Blockade zu durchbrechen – obwohl der Präsident öffentlich keine feste Position zu den Details der Gesetzgebung bezogen hat.

Für die Märkte fügt die politische Pattsituation eine weitere Ebene der Unsicherheit hinzu. Bitcoin und Ether haben diese Woche in einer engen Spanne gehandelt, wobei der regulatorische Angebotsüberhang als Bremse für jegliche Rallye wirkt. Händler beobachten, ob das heutige Treffen zu einer sichtbaren Zusage der GOP-Senatoren führt, CLARITY zur Abstimmung im Plenum zu bringen – oder ob der Gesetzentwurf ins Stocken gerät und damit die rechtliche Unklarheit verlängert, die laut Ripple eine weitere Katastrophe wie bei FTX heraufbeschwört.

Der nächste konkrete Impuls wird die Beratung des Gesetzentwurfs durch den Bankenausschuss des Senats sein, die bereits nächste Woche erwartet wird. Bis dahin muss der Kryptosektor die Hinweise aus dem Weißen Haus deuten, um Anzeichen für eine Einigung – oder eine Sackgasse – zu erkennen.

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