Die dezentrale autonome Organisation von Uniswap stimmt über zwei Vorschläge ab, die neue Gebührenströme in den UNI-Token-Burn-Mechanismus leiten würden – ein Schritt, der den deflationären Druck auf den Governance-Token beschleunigen könnte.
Die Abstimmungen, die vom 19. bis 26. Juli laufen, umfassen separate Initiativen mit einem gemeinsamen Ziel. Einer der Vorschläge würde einen Teil der Gebühren aus den Uniswap v4 Liquiditätspools direkt an den UNI-Burn-Vertrag weiterleiten. Der andere würde die Gebühren, die durch die geplante Präsenz von Uniswap auf der Robinhood Chain – der eigenen Blockchain des Retail-Brokers – generiert werden, an dieselbe Burn-Adresse leiten.
Beide Vorschläge bauen auf der von der DAO im Dezember 2025 verabschiedeten „UNIfication“-Überarbeitung auf. Dieses Upgrade schuf einen formellen On-Chain-Mechanismus, um UNI dauerhaft aus dem Umlauf zu entfernen, indem Protokollgebühren an eine Burn-Adresse umgeleitet werden. Seitdem wurde das System aus ausgewählten Gebührenquellen gespeist, aber diese beiden neuen Ströme würden eine wesentliche Erweiterung darstellen.
Für UNI-Inhaber ist die Rechnung einfach: Mehr verbrannte Gebühren bedeuten eine schnellere Angebotsreduzierung. Die Burn-Rate ist zu einer wichtigen Kennzahl für Händler geworden, die die Angebotsdynamik des Tokens verfolgen. Ein geringeres zirkulierendes Angebot stützt tendenziell den Preis, wenn alle anderen Faktoren gleich bleiben – obwohl Ausführungs- und Governance-Risiken bestehen bleiben.
Der Vorschlag zur Robinhood Chain ist besonders bemerkenswert. Er deutet auf eine Vertiefung der Beziehungen zwischen Uniswap, der nach Volumen größten dezentralen Börse, und Robinhood, einer dominanten zentralisierten Handelsplattform, hin. Robinhood hat aggressiv seine eigene Layer-1-Blockchain aufgebaut, und die Integration der Gebührenstruktur von Uniswap in dieses Ökosystem würde eine neue Einnahmequelle für UNI-Inhaber schaffen, die von der Deflation profitieren.
Der v4-Gebührenvorschlag ist hingegen eine direkte Wette auf das eigene Wachstum von Uniswap. V4 wird seit seiner Einführung Anfang dieses Jahres schrittweise ausgerollt und bietet kapitaleffizientere Pools. Die Verknüpfung der v4-Gebühren mit dem Burn-Mechanismus könnte die Anreize zwischen Liquiditätsanbietern und Token-Inhabern in Einklang bringen – ein heikles Gleichgewicht, über das die DAO seit langem debattiert.
Die Abstimmung endet am 26. Juli, wobei der genaue Zeitpunkt durch die Abstimmungsregeln der DAO bestimmt wird. Händler sollten die Beteiligungsniveaus beobachten: Wenn die Beteiligung unter die Quorumsschwelle fällt, würden beide Vorschläge scheitern. Der Preis des UNI-Tokens ist in Erwartung bereits gestiegen, aber der eigentliche Katalysator ist das Ergebnis der Governance. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen unterstreicht die Episode einen breiteren Trend – Protokolle nutzen zunehmend Gebührenverbrennungen als Instrument zur Steuerung des Token-Angebots und zur Belohnung langfristiger Inhaber.
Uniswap DAO erwägt, mehr Gebühren zur Verbrennung von UNI zu nutzen
Die Community von Uniswap stimmt darüber ab, Gebühren aus den v4-Pools und dem Robinhood-Chain-Dienst zu verwenden, um UNI-Token dauerhaft aus dem Umlauf zu nehmen. Dies würde UNI-Inhaber betreffen, indem der Preis von UNI potenziell durch eine schnellere Reduzierung der verfügbaren Token gestützt wird.