Die Entwickler von Zcash haben die erste Live-Version eines neuen Node-Clients namens Zakura veröffentlicht, der den Durchsatz der Privacy Coin von etwa einer geschützten Transaktion pro Sekunde auf das Niveau eines Zahlungsnetzwerks katapultieren soll.
Die Electric Coin Company, die Zcash unterhält, erklärte, Zakura sei der erste Teil eines mehrphasigen Plans zur Verarbeitung von 50.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) – ein Niveau, das es mit der globalen Verarbeitungskapazität von Visa gleichsetzen würde. Heute sind die geschützten (privaten) Transaktionen von Zcash rechenintensiv, was das Netzwerk auf etwa 1 TPS beschränkt, obwohl seine transparenten Transaktionen schneller laufen.
Zakura basiert auf einer modularen Architektur. Es trennt die Kernlogik der Transaktionen von der Konsensschicht, sodass jede Komponente unabhängig optimiert werden kann. Dieses Design, so das Team, sollte die zur Überprüfung geschützter Transaktionen erforderliche Zeit drastisch verkürzen, ohne die Privatsphäre zu beeinträchtigen.
Der Node ist noch experimentell. Das Unternehmen warnte, dass Zakura noch nicht für den produktiven Einsatz im Hauptnetzwerk von Zcash bereit ist. Die Entwickler planen, ihn auf einem dedizierten Testnetz zu testen, bevor echte Gelder migriert werden.
Für ZEC-Inhaber behebt das Upgrade die hartnäckigste Kritik am Protokoll: dass seine Datenschutzfunktion für den Massenzahlungsverkehr zu langsam ist. Konkurrierende, auf Privatsphäre ausgerichtete Coins und Layer-2-Lösungen argumentieren seit langem, dass der kryptografische Aufwand von Zcash es für den Einsatz mit hohem Volumen unpraktisch macht. Wenn Zakura sein Ziel von 50.000 TPS erreicht, würde dieses Argument hinfällig.
Auch die breitere Datenschutzlandschaft verändert sich. Regulierungsbehörden in mehreren Rechtsordnungen haben die Prüfung anonymer Transaktionen verschärft, während einige Börsen Privacy Coins vollständig vom Listing genommen haben. Ein schnelleres, aber weiterhin geschütztes Zcash könnte erneutem regulatorischem Druck ausgesetzt sein – oder alternativ beweisen, dass Privatsphäre und Skalierbarkeit koexistieren können.
Der nächste konkrete Meilenstein, den es zu beobachten gilt, ist der Start von Zakura in einem öffentlichen Testnetz, wahrscheinlich noch in diesem Jahr. Wenn diese Testphase erfolgreich verläuft, würde der Client zur Aktivierung im Mainnet durch ein Netzwerk-Upgrade vorgeschlagen.
Zcash startet Zakura für private Zahlungen im Visa-Maßstab
Zcash, eine auf Privatsphäre ausgerichtete Kryptowährung, hat Zakura veröffentlicht, einen experimentellen Netzwerk-Client. Dieser soll private Transaktionen von etwa einer auf 50.000 pro Sekunde steigern und könnte das Geschwindigkeitsproblem für ZEC-Inhaber lösen, muss aber vor dem Einsatz mit echten Geldern getestet werden.