Goldfinch Finance wird den Betrieb einstellen, nachdem ein Governance-Vorschlag des Kernentwicklers bestätigte, dass sich das DeFi-Kreditprotokoll nicht von einer Welle von Kreditausfällen erholen konnte, die Einleger fast drei Jahre lang warten ließ.
Unterstützt von Andreessen Horowitz und Coinbase Ventures zielte Goldfinch einst darauf ab, Krypto-Kredite außerhalb des üblichen überbesicherten Modells verfügbar zu machen. Dies geschah durch die Finanzierung von realen Kreditnehmern und anderen Off-Chain-Kreditgeschäften. Anschließend wurde den Einlegern die Idee verkauft, dass sie Renditen erzielen könnten, ohne die Art von überschüssigen Sicherheiten zu hinterlegen, die in DeFi üblich sind. Dieses Modell funktionierte eine Zeit lang. Laut dem Vorschlag vergab das Protokoll Kredite in Höhe von etwa 100 Millionen US-Dollar, bevor der Schaden zu groß wurde, um ihn zu beheben.
Das Problem war nicht eine einzelne verpasste Zahlung. Die Ausfälle erstreckten sich über eine breite Gruppe von Kreditnehmern, und die Verluste waren so schwerwiegend, dass die Liquidität im System feststeckte. Die Einleger konnten fast drei Jahre lang keine vollständige Rückzahlung ihrer Gelder erhalten – eine lange Wartezeit für einen Markt, der normalerweise Geschwindigkeit und Ausstiegsmöglichkeiten schätzt. In der Governance-Mitteilung heißt es, dass das Protokoll keinen gangbaren Weg mehr zurück zum Normalbetrieb hat.
Für Kreditgeber und Token-Inhaber beseitigt die Abwicklung jede verbleibende Hoffnung auf eine Rettung durch neue Inkassomaßnahmen oder eine Trendwende bei der Leistung der Kreditnehmer. Es unterstreicht auch einen der schwierigsten Aspekte von DeFi-Krediten: Sobald unbesicherte oder leicht besicherte Kredite ausfallen, gibt es oft keinen einfachen Weg, das Portfolio ohne hohe Verluste abzuwickeln. Dieses Risiko ist im traditionellen Kreditgeschäft bekannter, wo Ausfälle von Anfang an eingepreist sind, aber es kann im Krypto-Bereich besonders hart sein, wo Nutzer oft sofortige Liquidität erwarten.
Die Schließung ist ein Rückschlag für einen Sektor, der jahrelang versucht hat zu beweisen, dass er Kredite effizienter als Banken vergeben und gleichzeitig die Einleger schützen kann. Goldfinch war einer der bekannteren Namen in diesem Bestreben, unterstützt durch erstklassige Risikokapitalgeber und ein Konzept, das On-Chain-Mechanismen mit Off-Chain-Kreditvergabe verband. Doch das Ergebnis ist eindeutig. Die Kredite wurden vergeben, die Ausfälle häuften sich, und die Erholung blieb aus.
Händler und Einleger werden nun auf die formellen Abwicklungsschritte, einen eventuellen endgültigen Plan zur Vermögensrettung und darauf achten, ob das Protokoll einen klaren Zeitplan für die Ausschüttungen veröffentlicht. Die Kernfrage ist einfach: Wie viel, wenn überhaupt, kann nach fast drei Jahren blockierter Gelder noch zurückgegeben werden.
Goldfinch Finance schließt nach Kreditausfällen
Goldfinch Finance, eine Krypto-Kreditplattform, die Kredite in Höhe von 100 Millionen US-Dollar vergeben hat, wird geschlossen, nachdem viele Kreditnehmer ihre Schulden nicht zurückgezahlt haben. Dies führte dazu, dass Einleger fast drei Jahre lang nicht auf ihre Gelder zugreifen konnten. Die Schließung betrifft alle Kreditgeber und Token-Inhaber, die ihr Geld nicht zurückerhalten werden, was die Risiken von Krypto-Kreditsystemen ohne starke Sicherheiten verdeutlicht.