Das New Yorker Department of Financial Services (NYDFS) hat neue Vorschriften für Stablecoins vorgestellt, die eine staatliche Aufsicht im Einklang mit dem bundesweiten GENIUS Act ermöglichen sollen. Die vorgeschriebene Regelung führt Konzentrationsgrenzen für Reservebestandteile ein und verlangt von den Emittenten die Einführung rigoroser Risikomanagementprogramme.
Dieser Schritt verschärft die Kontrolle darüber, welche Reserven die Stablecoin-Emittenten halten müssen. Damit soll insbesondere der Qualität der Assets und den Liquiditätsrisiken Rechnung getragen werden. Durch die Begrenzung, wie viel in einem einzelnen Reserve-Asset gehalten werden darf, will das NYDFS das Risiko einer Konzentration reduzieren – eine Schwäche, die in früheren Marktkrisen sichtbar wurde, als die Liquidität bestimmter sicherer Assets versiegte.
Emittenten müssen künftig dokumentierte und formale Risikokontrollen für operationelle, Kredit- und Marktrisiken vorweisen. Dazu gehört auch das Stresstesten der Reserveportfolios unter ungünstigen Bedingungen. Diese Anforderungen schaffen zusätzliche Verantwortungsebenen und sollen verhindern, dass plötzliche Wertverluste bei Reserven zu einem Ausverkauf (Run) führen.
Der Vorschlag macht New York zu einem der Bundesstaaten mit besonders strengen Anforderungen an Stablecoin-Reserven. Dies zeigt den wachsenden regulatorischen Druck auf Emittenten, liquide und hochwertige Sicherheiten vorzuhalten. Händler und institutionelle Akteure könnten dies als negativ bewerten, da es die Flexibilität bei der Emission einschränken und die Liquiditätsverhältnisse belasten könnte. Die Regelung könnte Stablecoin-Emittenten dazu zwingen, Reserven von weniger liquiden kurzfristigen Commercial Papers oder Unternehmensanleihen abzuziehen.
Marktteilnehmer sollten die nächste offizielle Kommentarphase des NYDFS sowie den Zeitplan zur Finalisierung der Regeln genau verfolgen. Nach Inkrafttreten werden die neuen Vorgaben wahrscheinlich die Reservemanagementpraktiken verändern und Emittenten dazu veranlassen, die Transparenz über die Zusammensetzung der Sicherheiten zu erhöhen. Dies kann die Information für Anleger verbessern, zugleich aber Arbitragemöglichkeiten durch Optimierung der Reserve-Assets verringern.
Diese Entwicklung verdeutlicht auch den zunehmend uneinheitlichen Flickenteppich der bundesstaatlichen Stablecoin-Regulierung, der landesweite Emissionsstrategien erschwert. Wie andere Bundesstaaten New York folgen oder abweichen, wird die Entwicklung des Stablecoin-Markts bis 2026 wesentlich prägen. Bis dahin ist Vorsicht geboten, während die Regeln zur Einführung gelangen und Stablecoin-Emittenten ihre Reservekonzepte entsprechend anpassen.
NYDFS verschärft Stablecoin-Regeln mit Reservegrenzen unter GENIUS Act
Das New Yorker Finanzministerium schlägt Stablecoin-Regeln vor, die Beschränkungen für Reservekonzentrationen und verpflichtendes Risikomanagement nach dem GENIUS Act enthalten. Ziel ist es, die Deckung von Stablecoins zu stärken und systemische Risiken im Kryptomarkt zu verringern.