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Ölpreis steigt wegen Sorgen um die Straße von Hormus

Luftangriffe zwischen den USA und dem Iran verschärfen die Spannungen und treiben die Ölpreise in die Höhe, da eine Unterbrechung der Lieferungen durch die Straße von Hormus befürchtet wird. Dies könnte die Marktunsicherheit erhöhen und energiebezogene Vermögenswerte beeinflussen.
Die Ölpreise schossen am Freitag in die Höhe, nachdem die Vereinigten Staaten und der Iran neue Luftangriffe ausgetauscht hatten, was die Ängste um den weltweit wichtigsten Engpass für Energie wieder aufleben ließ.

Laut von Bloomberg zusammengestellten Daten wurde Brent-Rohöl am 12. Juli über 78 $ pro Barrel gehandelt, während West Texas Intermediate bei etwa 74 $ lag. Auch die europäischen Erdgas-Futures stiegen im Tagesverlauf um bis zu 2,7 %. Diese Bewegungen beenden eine kurze Phase der Ruhe, die auf einen vorübergehenden Waffenstillstand zwischen den beiden Ländern gefolgt war.

Der Kern der neuen Volatilität: ein explosiver Widerspruch bezüglich der Straße von Hormus.

Die iranische Regierung teilte mit, sie schließe die Wasserstraße „bis auf Weiteres“. Stunden später dementierte das US-Zentralkommando dies entschieden und kündigte zusätzliche Angriffe an, um die Freiheit der Schifffahrt durch die Meerenge zu gewährleisten. Etwa 20 % des weltweiten Öl- und Flüssigerdgasangebots passieren diesen schmalen Kanal.

Der Schiffsverkehr ist bereits zusammengebrochen. Am 12. Juli näherten sich nur zwei Tanker der Passage, ein Bruchteil des normalen täglichen Volumens. Das Joint Maritime Information Center merkte an, dass die südliche, von Oman verwaltete Schifffahrtsroute verfügbar blieb, was die Händler jedoch kaum beruhigte.

Die erneuten militärischen Auseinandersetzungen haben dem Rohölpreis wieder einen Kriegsaufschlag hinzugefügt. Die Preise hatten sich zuvor stabilisiert, da ein vorübergehendes Friedensabkommen Hoffnungen auf ein erhöhtes Angebot aus dem Persischen Golf geweckt hatte. Diese Hoffnungen sind nun zunichte gemacht.

Die Internationale Energieagentur warnte, dass der Konflikt die Pläne zum Wiederaufbau der globalen Ölreserven in der zweiten Jahreshälfte durchkreuzen könnte. Für Krypto-Händler ist das Muster vertraut: Geopolitische Schocks neigen dazu, die Dollar-Liquidität zu verknappen und eine Flucht in sichere Anlagen auszulösen, was historisch gesehen Bitcoin und andere volatile Vermögenswerte unter Druck setzt.

Die Diplomatie scheint unterdessen weiter in den Hintergrund zu rücken.

Der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, sagte, die Ära einseitiger Abkommen sei vorbei. Er argumentierte, dass Gespräche erst wieder aufgenommen werden könnten, nachdem die USA frühere Verpflichtungen bezüglich der Durchfahrt durch die Straße von Hormus erfüllt und die iranischen Ölexporte normalisiert hätten. US-Präsident Donald Trump erklärte im Gegensatz dazu den Waffenstillstand für beendet – sagte aber auch, er sei weiterhin zu Verhandlungen bereit.

Diese widersprüchliche Botschaft lässt die Märkte vor einer offenen Frage stehen. Vorerst wird jede Ölpreisentwicklung als Indikator für die allgemeine Risikobereitschaft beobachtet. Die nächsten verifizierbaren Informationen, die zu beobachten sind: offizielle Schifffahrtsdaten vom Joint Maritime Information Center und weitere Erklärungen des US-Zentralkommandos zu Operationen zur Freiheit der Schifffahrt. Bis Klarheit herrscht, dürfte der Kriegsaufschlag beim Öl – und die Volatilität, die er in alle riskanten Vermögenswerte bringt – bestehen bleiben.

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