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Südkoreas FIU trifft Krypto-Börsen wegen neuen Transferregeln

Südkoreas FIU trifft Krypto-Börsen wegen neuen Transferregeln

Die Finanzaufklärungseinheit Südkoreas (FIU) führt diesen Monat Gespräche mit führenden nationalen Krypto-Börsen über geplante Änderungen, die begrenzte Auslandsüberweisungen und Meldepflichten ermöglichen. Die finalen Regelungen sollen bis Juli verabschiedet werden.
Die Finanzaufklärungseinheit Südkoreas (FIU) bereitet sich diesen Monat auf eine weitere Runde von Gesprächen mit den fünf größten Krypto-Börsen des Landes vor. Im Fokus stehen umstrittene Änderungen des Sondergesetzes für Finanztransaktionen, die die Interaktion lokaler Plattformen mit globaler Liquidität und privaten Wallets neu gestalten könnten.

Vertreter von Dunamu, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax werden mit Regulierungsbehörden zusammenkommen, um die Details der vorgeschlagenen Durchführungsverordnung auszuarbeiten. Dies folgt auf eine geschlossene Sitzung am 19. Mai und die anschließende Gründung eines gemeinsamen Beratungsorgans zur Geldwäschebekämpfung. Für lokale Anbieter sind die Einsätze hoch, da sie unter einem der strengsten regulatorischen Rahmen in der Asien-Pazifik-Region operieren.

Dem Entwurf zufolge sollen südkoreanische Anbieter von virtuellen Vermögenswerten (VASPs) endlich eine eingeschränkte Erlaubnis erhalten, Transfers zu ausländischen Börsen und nicht-kustodialen Wallets zu ermöglichen. Diese operative Freiheit ist jedoch an eine wichtige Auflage gebunden: Die FIU will eine Meldepflicht für alle Transaktionen ab einem Wert von 10 Millionen Won (ca. 7.250 US-Dollar) einführen.

Branchenvertreter argumentieren, dass eine generelle Meldepflicht ab 10 Millionen Won eine übermäßige Compliance-Belastung für die Börsen darstellt und den Handel für Privatanleger erschwert. Angesichts dieser Bedenken gab die FIU am 29. Mai bekannt, dass sie „vernünftige Alternativen“ prüft, die die Geldwäscheaufsicht mit praktischen Geschäftsabläufen in Einklang bringen. Einen Kompromiss zu finden, ist entscheidend, damit lokale Börsen wettbewerbsfähig bleiben, ohne von Bürokratie erdrückt zu werden.

Der regulatorische Zeitplan läuft. Die finalisierte Durchführungsverordnung soll im Juli vom Kabinett genehmigt werden, nachdem sie den Ausschuss für Regulierungsreformen und das Ministerium für staatliche Gesetzgebung durchlaufen hat. Detaillierte Überwachungsregeln treten am 20. August 2026 in Kraft, einige wichtige Bestimmungen werden ab Anfang 2027 schrittweise eingeführt. Händler sollten den finalen Entwurf im nächsten Monat aufmerksam verfolgen, um zu sehen, ob die FIU beim Meldegrenzwert nachgibt.