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SEC plant Regel für Token-Verkäufe ohne Registrierung

Die SEC hat stillschweigend eine Regelung geplant, die es Startups ermöglichen würde, Token ohne Registrierung zu verkaufen, was Token-Verkäufe ab Juli legalisieren könnte. Dies deutet auf einen kryptofreundlicheren Regulierungsansatz hin, obwohl unsicher ist, ob ein entsprechendes Gesetz verabschiedet wird.
Die US-Börsenaufsicht SEC hat stillschweigend eine Regelung auf den Weg gebracht, die es Startups ermöglichen würde, Token zu verkaufen, ohne sie als Wertpapiere registrieren zu müssen, so Quellen aus der Behörde. Dieser Schritt erfolgt, während sich die Krypto-Branche auf einen separaten Gesetzesentwurf im Kongress konzentriert, der möglicherweise nie verabschiedet wird.

Sieben Jahre lang verklagte die SEC Token-Emittenten und bezeichnete die meisten Verkäufe als illegale Angebote. Nun bereitet dieselbe Behörde vor, einen legalen Weg für genau diese Transaktionen zu schaffen – und das ohne eine einzige Stimme von Gesetzgebern.

Die Regel, deren Veröffentlichung für diesen Monat erwartet wird, würde es Projekten in der Frühphase ermöglichen, Kapital durch den direkten Verkauf von Token an Investoren zu beschaffen und dabei den Standard-Registrierungsprozess zu umgehen, der für Krypto-Startups eine große Hürde darstellte. Die Befugnis der SEC, eine solche Regel umzusetzen, ergibt sich aus bestehenden Wertpapiergesetzen, nicht aus neuer Gesetzgebung.

Branchenbeobachter hatten ihre Hoffnungen auf den Token Taxonomy Act gesetzt, einen Gesetzesentwurf, der ähnliche Erleichterungen gebracht hätte, aber im Ausschuss stecken blieb. Die administrative Maßnahme der SEC ist zwar enger gefasst, erfordert jedoch keine Zustimmung des Kongresses und könnte früher in Kraft treten.

Für Token-Emittenten würde die Regel eine wesentliche rechtliche Unsicherheit beseitigen. Derzeit laufen die meisten Token-Verkäufe Gefahr, als nicht registrierte Wertpapierangebote eingestuft zu werden, was Gründer Geldstrafen und Anlegerklagen aussetzt. Eine klare Ausnahmeregelung könnte ein Fundraising-Modell wiederbeleben, das nach dem ICO-Boom von 2017 fast verschwunden war, und eine neue Welle von Blockchain-Projekten anstoßen.

Der Wandel ist bemerkenswert für eine Behörde, die jahrelang argumentierte, dass fast jeder Token-Verkauf gegen Bundesgesetze verstoße. Kritiker werden die Regel wahrscheinlich als Kompetenzüberschreitung anfechten und argumentieren, dass sie den Anlegerschutz untergräbt. Befürworter werden sie als eine längst überfällige Anerkennung bezeichnen, dass starre Registrierungsverfahren Innovationen ersticken.

Die SEC hat den vollständigen Text der Regel noch nicht veröffentlicht. Marktteilnehmer werden auf die Veröffentlichung im Federal Register achten, die eine öffentliche Kommentierungsfrist vor der endgültigen Annahme eröffnet. Der Zeitpunkt ist entscheidend: Eine vor der Wahl fertiggestellte Regel könnte auf politischen Gegenwind stoßen, während eine spätere von einer freundlicheren Regierung profitieren könnte.

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