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Strike: Bitcoin-Kredite mit Schutz vor Zwangsverkäufen bei Kurssturz

Strike hat Bitcoin-besicherte Kredite eingeführt, die Zwangsverkäufe verhindern sollen, indem sie die Sicherheiten an Preisänderungen von Bitcoin anpassen. Kreditnehmer profitieren von geringeren plötzlichen Verlusten bei Marktschwankungen, obwohl versäumte Zahlungen dennoch zu Teilverkäufen führen können.
Das Zahlungsunternehmen von Jack Mallers, Strike, führt Bitcoin-besicherte Kredite ein, die es als „volatilitätssicher“ bezeichnet – sie sollen Kreditnehmer vor Verlusten durch plötzliche Kursschwankungen schützen. Das am Dienstag angekündigte Produkt zielt darauf ab, das größte Problem bei der Krypto-Kreditvergabe zu lösen: Zwangsliquidationen, wenn der Wert der Sicherheiten sinkt.

Laut Strike verwenden die Kredite ein dynamisches Sicherheitenmanagementsystem, das sich in Echtzeit an Marktbewegungen anpasst. Im Gegensatz zu traditionellen überbesicherten Krediten, die einen Notverkauf auslösen, wenn der Bitcoin-Kurs unter ein festes Verhältnis fällt, gleicht sich dieses System automatisch aus. Kreditnehmer können Kredite gegen ihre BTC aufnehmen, ohne ständig die Preisuntergrenze überwachen zu müssen.

Aber „volatilitätssicher“ bedeutet nicht risikofrei. Das Kleingedruckte: Wenn ein Kreditnehmer eine Zins- oder Tilgungszahlung bei Fälligkeit versäumt und nicht innerhalb einer Nachfrist zahlt, kann seine Sicherheit dennoch teilweise liquidiert werden. Der Schutz gilt also nur für marktbedingte Volatilität – nicht für Kreditausfälle oder versäumte Zahlungen.

Die Einführung erfolgt zu einer Zeit, in der Strike, bekannt für seine Zahlungsinfrastruktur im Lightning-Netzwerk, tiefer in das Kreditgeschäft vordringt. Mallers hat lange argumentiert, dass die Volatilität von Bitcoin für das alltägliche Finanzwesen ein Fehler und kein Vorteil ist, und dieses Produkt ist ein direkter Versuch, diese Volatilität für Kreditnehmer abzusichern. Das Unternehmen gab keine spezifischen Beleihungsquoten oder die Länge der Nachfrist bekannt.

Für Krypto-Händler bieten diese Kredite eine neuartige Möglichkeit, auf Liquidität zuzugreifen, ohne die ständige Angst vor einem Margin Call während eines Drawdowns. Das Produkt birgt jedoch weiterhin ein Kontrahentenrisiko: Strike hält die Sicherheiten, und jeder technische oder administrative Fehler könnte die Kreditnehmer gefährden. Das Unternehmen gibt an, dass die Kredite vollständig besichert sind und keine externe Liquidität benötigt wird.

Strike nimmt ab heute Anträge entgegen. Der wahre Test wird sein, wie sich das System bei einem starken Bitcoin-Crash bewährt – und ob die Kreditnehmer das Label „volatilitätssicher“ als Garantie oder nur als besseren Puffer betrachten.

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