Donald Trump hat öffentlich die ausschließliche Zuständigkeit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) für Prognosemärkte in einem deutlichen Beitrag auf Truth Social am Dienstag unterstützt. Er stärkte damit die kämpferische Haltung des von ihm eingesetzten CFTC-Vorsitzenden Michael Selig gegenüber den Bemühungen mehrerer Bundesstaaten, eventbasierte Verträge zu regulieren oder zu verbieten.
Die Nachricht des ehemaligen Präsidenten nannte vier Staatsbeamte namentlich – Chris Christie, Letitia James, Tim Walz und JB Pritzker – und bezeichnete sie als „SCUM“ (Abschaum), was eine seltene und persönliche Attacke in Regulierungsdebatten darstellt. Christie, der ehemalige Gouverneur von New Jersey, setzt sich für die Rechte der Bundesstaaten ein, Glücksspielprodukte zu überwachen; die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, verfolgt Klagen gegen die Prognoseplattformen Kalshi und Polymarket wegen angeblicher Verstöße gegen die Glücksspielgesetze des Bundesstaates. Unterdessen unterzeichnete der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, kürzlich das erste ausdrückliche Verbot von Prognosemärkten in den USA, und die Verwaltung des Gouverneurs von Illinois, JB Pritzker, hat von mehreren Plattformen Unterlassungsanordnungen erlassen.
Trump stellte den bundesstaatlichen Streit als Teil eines größeren Wettbewerbs um die weltweite Krypto-Führungsposition dar, indem er die USA als „die Krypto-Hauptstadt der Welt“ bezeichnete und warnte, dass ausländische Rivalen aktiv versuchen, die Position Amerikas zu verdrängen. Diese Rhetorik steht im Einklang mit der laufenden Rechtsstrategie der CFTC: Die Behörde argumentiert, dass designierte Vertragsmärkte (DCMs), die bei der CFTC registriert sind, die exklusive Bundesaufsicht über Prognoseverträge besitzen und somit staatliche Beschränkungen effektiv außer Kraft setzen. Die Bundesstaaten hingegen argumentieren, diese Verträge ähnelten Glücksspielprodukten, die mit Wahlen, Sport oder Unterhaltung verbunden sind, und unterlägen daher ihren Glücksspielgesetzen.
Der Rechtsstreit eskaliert, da die CFTC unter dem alleinigen Vorsitz von Selig direkt in mindestens sechs Bundesstaaten aktiv ist – durch Klagen oder Beteiligung als amicus curiae in Arizona, Connecticut, Illinois, New York, Wisconsin und Minnesota. Diese Streitigkeiten sind entscheidend, da sie die föderalen Grenzen bei der Regulierung neu entstehender krypto-bezogener Derivate testen und die breiteren Spannungen in der US-Kryptopolitik widerspiegeln.
Die Position der Behörde wird durch eine kürzlich vom New York Times durchgeführte Untersuchung erschwert. Demnach wurden erfahrene CFTC-Mitarbeiter, die potenzielle nationale Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Polymarket, Crypto.com und anderen mit der Trump-Familie verbundenen Firmen aufzeigten, ausgegrenzt oder zum Ausscheiden gedrängt. Senator Richard Blumenthal (D-CT) reagierte scharf auf X und warf der CFTC vor, „ein feiges Werkzeug von Prognosemärkten und zwielichtigen Krypto-Firmen“ geworden zu sein, das gegen Whistleblower vorgeht, die Gesetze durchsetzen wollen. Bemerkenswert ist, dass Donald Trump Jr. über 1789 Capital strategische und Investitionsverbindungen zu Kalshi und Polymarket hält, was die Befürchtungen politischer Einflussnahme verstärkt.
Prognosemärkte sind ein kleiner, aber einflussreicher Bereich des Krypto-Ökosystems, insbesondere bei Derivaten und Liquiditätsbereitstellung. Die Gerichtsentscheidungen im CFTC-Streit mit den Bundesstaaten im kommenden Jahr sind genau zu beobachten – sie werden wegweisend für das Gleichgewicht der Krypto-Regulierung, föderale Präemption und die Tragfähigkeit der Glücksspielgesetze der Bundesstaaten sein. Das Ergebnis könnte auch das Handelsumfeld für BTC beeinflussen, da Trump die führende Rolle der USA im Bereich Krypto angesichts des zunehmenden globalen Wettbewerbs betont.
Trump fordert alleinige Kontrolle der CFTC über Prognosemärkte
Trump befürwortet die ausschließliche Bundeszuständigkeit der CFTC für Prognosemärkte und kritisiert Gegner auf Staatsebene. Dies verdeutlicht regulatorische Spannungen im Krypto- und Prognosemarkt.