Zilliqa hat Börsen aufgefordert, alle ZIL-Ein- und Auszahlungen auszusetzen, nachdem das Team einen mutmaßlichen Diebstahl aus einer Cold Wallet bei einem ungenannten Börsenpartner gemeldet hat. Die genaue Menge der gestohlenen ZIL wurde nicht bekannt gegeben.
Die Aufforderung erging, nachdem das Sicherheitsteam von Zilliqa eine Anomalie im Zusammenhang mit einer Cold Wallet – der Offline-Speicherebene, die als der sicherste Ort für digitale Vermögenswerte gilt – festgestellt hatte. Ein Einbruch an dieser Stelle deutet entweder auf einen sehr gezielten Angriff oder auf internen Zugriff hin, obwohl das Team keines der beiden Szenarien bestätigt hat. In einer kurzen Erklärung teilte Zilliqa mit, dass es „sofortige Maßnahmen ergriffen“ und eine Reihe von Börsenpartnern kontaktiert habe, um die Überweisungen von ZIL-Token vorübergehend zu stoppen.
Für Händler ist die unmittelbare Konsequenz klar: Die Liquidität für ZIL ist auf den betroffenen Plattformen praktisch eingefroren. Jeder, der ZIL an diesen Börsen hält, kann sie nicht transferieren, und jeder, der mehr einzahlen möchte, kann dies nicht tun. Andere Handelspaare mit ZIL zeigen möglicherweise weiterhin Preise an, aber die tatsächliche Abwicklung ist blockiert, bis die Sperre aufgehoben wird. Dies schafft einen zweigeteilten Markt – die an den Börsen notierten Preise spiegeln möglicherweise nicht den realen handelbaren Wert wider.
Zilliqa ist eine Layer-1-Blockchain, die Sharding zur Skalierung von Transaktionen verwendet. Ihr nativer Token ZIL wird für Gasgebühren und Staking genutzt. Der Vorfall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem das Netzwerk für seine Projekte im Bereich dezentraler Finanzen und Gaming an Aufmerksamkeit gewonnen hatte. Eine Kompromittierung einer Cold Wallet wirft Fragen zu den Verwahrungspraktiken des Börsenpartners auf, obwohl Zilliqa nicht bekannt gegeben hat, welche Börse betroffen ist.
Das Team gab an, eine vollständige Untersuchung durchzuführen und die Ergebnisse zu veröffentlichen, sobald sie verfügbar sind. Es riet den Nutzern außerdem, keine ZIL an die kompromittierten Wallet-Adressen zu senden. Ein Zeitplan für die Wiederherstellung des normalen Betriebs wurde nicht genannt.
Vorerst besteht der einzige umsetzbare Schritt für Händler darin, die Ankündigungen der Börsen einzeln zu beobachten. Sollte sich der gestohlene Betrag als groß herausstellen, muss der Börsenpartner möglicherweise die Verluste sozialisieren oder eine Versicherung in Anspruch nehmen. Wenn er klein ist, könnte die Sperre innerhalb weniger Tage aufgehoben werden. Der nächste Katalysator wird das offizielle Update von Zilliqa sein – wahrscheinlich ein Post-Mortem-Bericht, der detailliert beschreibt, wie der Einbruch geschah und ob die Gelder der Nutzer erstattet werden. Bis dahin bleiben die ZIL-Märkte in der Schwebe.
Zilliqa bittet Börsen, ZIL-Transfers nach Diebstahl zu stoppen
Das Blockchain-Netzwerk Zilliqa hat Börsen gebeten, ZIL-Ein- und Auszahlungen auszusetzen, nachdem ein mutmaßlicher Diebstahl aus der Offline-Wallet eines ungenannten Börsenpartners entdeckt wurde. Die Sperre bedeutet, dass Inhaber von ZIL auf betroffenen Börsen ihre Token nicht bewegen können und neue Einzahlungen verhindert werden, sodass angezeigte ZIL-Preise möglicherweise nicht den realen Handel widerspiegeln.