Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, drängt auf eine Abstimmung über den CLARITY Act vor der August-Pause. Doch drei demokratische Senatoren stellen sich quer. Sie weigern sich, das Krypto-Gesetz zu unterstützen, solange es keine ethischen Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit Donald Trump enthält.
Die Pattsituation droht ein seltenes parteiübergreifendes Regulierungspaket für Kryptowährungen zum Scheitern zu bringen. Insider im Senat erwarten, dass Thune innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Abstimmung im Plenum erzwingen wird – bevor die Gesetzgeber in die Sommerpause gehen. Ohne die Unterstützung der Demokraten bräuchte das Gesetz eine nahezu einstimmige Unterstützung der Republikaner, um die 60-Stimmen-Hürde zu überwinden. Diese Mehrheit ist derzeit nicht in Sicht.
Die genauen ethischen Forderungen bleiben unter Verschluss. Die drei Senatoren haben keine öffentliche Liste mit Bedingungen veröffentlicht. Klar ist: Sie wollen Regeln, die sich direkt mit Trumps finanziellen Verbindungen und potenziellen Interessenkonflikten befassen. Der ehemalige Präsident hat sein eigenes Krypto-Unternehmen gegründet und besitzt digitale Vermögenswerte, was den Gesetzgebern Kopfzerbrechen bereitet, die jeden Anschein vermeiden wollen, dass das Gesetz ihm persönlich zugutekommen könnte.
Für Krypto-Händler ist dies ein binäres Risiko. Wenn der CLARITY Act scheitert, verliert die Branche ihre beste Chance auf einen klaren bundesweiten Rechtsrahmen in diesem Jahr. Das würde das Flickwerk der einzelstaatlichen Regelungen bestehen lassen – ein Szenario, das Marktteilnehmer im Allgemeinen ablehnen. Bitcoin und wichtige Altcoins haben bereits empfindlich auf regulatorische Schlagzeilen reagiert, und die nächsten Tage könnten starke Kursbewegungen bringen.
Thune hat keinen Ausweichplan angedeutet. Er könnte das Gesetz an eine unbedingt zu verabschiedende Gesetzgebung anhängen oder versuchen, einen Kompromiss mit den Blockierern auszuhandeln. Die Zeit drängt: Die Pause beginnt Ende Juli, und alle unerledigten Angelegenheiten müssten bis September warten.
Die Abstimmung selbst wird der erste konkrete Test sein. Scheitert sie, ist mit einer schnellen Neubewertung des regulatorischen Risikos bei allen Krypto-Assets zu rechnen. Wird das Gesetz mit parteiübergreifender Unterstützung verabschiedet, muss es noch das Repräsentantenhaus passieren, aber die Hürde im Senat ist derzeit die größere.
Achten Sie auf Ausschussberatungen und öffentliche Äußerungen von Thune oder den drei Demokraten. Eine Einigung – oder ein Scheitern – könnte sich in den nächsten Tagen entscheiden.
Demokraten blockieren Krypto-Gesetz im Senat wegen Trump-Regeln
Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, drängt auf eine Abstimmung über den CLARITY Act vor der August-Pause. Drei demokratische Senatoren verweigern jedoch ihre Unterstützung, solange keine Schutzmaßnahmen bezüglich Donald Trumps finanzieller Verbindungen aufgenommen werden.