Senator Thom Tillis hat eine neue Formulierung für den CLARITY Act vorgelegt, die den Bundesbankenaufsichtsbehörden Handlungsspielraum geben würde, falls die Renditen von Stablecoins beginnen, systemweit Einlagen aus US-Banken abzuziehen.
Der Entwurf des Republikaners aus North Carolina, über den Punchbowl berichtete, zielt auf eine der heikelsten Bruchlinien in der Debatte um das Kryptogesetz ab: ob an den Dollar gekoppelte Token, die Renditen zahlen, eher wie Zahlungsprodukte oder wie Einlagenersatz behandelt werden sollten. Diese Unterscheidung ist wichtig, da ein renditetragender Stablecoin neben gewöhnlichen Bankkonten attraktiv aussehen kann, wenn die Zinsen hoch sind, insbesondere für Privatkunden und händler mit hohem Bargeldbestand, die Gelder in kurzfristigen Instrumenten parken.
Tillis versucht nicht, das gesamte Gesetz neu zu schreiben. Er konzentriert sich auf einen eng gefassten Interventionspunkt – wenn die Aufsichtsbehörden glauben, dass Stablecoin-Belohnungen zu einer breiten Einlagenflucht aus dem Bankensystem beitragen. Gemäß der berichteten Formulierung könnten Bundesbehörden handeln, wenn dieser Druck ein systemweites Niveau erreicht, was Washington eine Absicherung gäbe, falls der Markt zu schnell oder zu nah an Bankeinlagen heranwächst.
Der Vorschlag landet in einem bekannten politischen Streit. Krypto-Firmen haben auf klare Bundesregeln für Stablecoins und die Marktstruktur gedrängt, während Banken und einige Gesetzgeber gewarnt haben, dass die am schnellsten wachsenden Token Geld von Einlagenkonten abziehen könnten. Indem Tillis das Thema an die Renditen knüpft, zielt er auf das Merkmal ab, das am direktesten mit traditionellen Bargeldprodukten konkurriert.
Für Krypto-Händler ist die Schlüsselfrage nicht nur, ob die Formulierung bestehen bleibt, sondern auch, ob sie den Spielraum für Stablecoin-Emittenten einschränkt, Renditen als Wachstumshebel zu vermarkten. Stablecoins bleiben eine zentrale Infrastruktur für den On-Chain-Handel, die Kreditvergabe und die Abwicklung, sodass jede strengere Behandlung von Belohnungen beeinflussen kann, wie Emittenten Produkte gestalten und wie Gesetzgeber die nächste Version des Gesetzes formulieren.
Der nächste Meilenstein ist klar: ob der Text des CLARITY Act geändert wird, um Tillis' Vorschlag aufzunehmen, und ob den Bankenaufsichtsbehörden explizit ein Auslöser im Zusammenhang mit Einlagenabflüssen an die Hand gegeben wird. Bis dies geklärt ist, bleibt der Kampf um Stablecoins teils eine politische Debatte, teils ein Test dafür, wie weit Washington bereit ist, Krypto-Bargeldprodukte mit Banken konkurrieren zu lassen.
Tillis fügt Kryptogesetz Schutz für Banken vor Stablecoin-Zinsen hinzu
Senator Thom Tillis hat eine Formulierung für den CLARITY Act vorgeschlagen, die es den US-Bankenaufsichtsbehörden ermöglichen würde, einzugreifen, wenn renditetragende Stablecoins systemweit Einlagen von US-Banken abziehen. Der Vorschlag betrifft sowohl Krypto-Unternehmen, die auf Regeln für Stablecoins drängen, als auch Banken, die eine Konkurrenz für Sparkonten befürchten.