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US-Gamingverbände drängen Senat zur Einschränkung von Krypto-Vorhersagemärkten

US-Gamingverbände fordern den Senat auf, Sport- und Casino-Vorhersagemärkte im geplanten Krypto-Marktstrukturgesetz zu verbieten. Dies könnte dezentrale Wettaktivitäten im Krypto-Bereich einschränken.
US-Gamingverbände drängen den Kongress, Sport- und Casino-Vorhersagemärkte aus einem anstehenden Krypto-Marktstrukturgesetz auszuschließen, wie ein Semafor-Bericht zeigt.

Der Vorstoß kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt für die Digital-Asset-Branche, die nach Jahren fragmentierter Regulierung für einen klareren föderalen Rahmen lobbyiert. Für Betreiber von Glücksspielen ist das Anliegen einfacher: Vorhersagemärkte können schnell wie illegale Wetten wirken, wenn Verträge an Spielausgänge, Turnierergebnisse oder andere ereignisbasierte Binärwetten gekoppelt sind.

Diese Unterscheidung ist für Händler und Börsen von Bedeutung. Falls Gesetzgeber entscheiden, dass solche Verträge unter Glücksspielregeln statt unter Wertpapier- oder Rohstoffrecht fallen, könnten Plattformen, die monatelang auf die Listung ereignisbasierter Produkte vorbereitet haben, gezwungen sein, zurückzurudern oder einen anderen Lizenzweg zu suchen. Zudem würde die Grenze zwischen krypto-eigenen Finanzprodukten und Wetten, die Regulierer als traditionelles Glücksspiel ansehen, schärfer gezogen.

Laut Semafor wollen die Gamingverbände, dass der Kongress Sport- und Casino-Verträge explizit aus dem Gesetz ausschließt. Damit würden sie außerhalb der gesetzgeberischen Spur liegen, die zur Schaffung eines breiteren Marktstrukturregimes für digitale Vermögenswerte genutzt wird. Der Schritt deutet auch darauf hin, dass die Lobby der Casinos und Sportwettenanbieter versucht, ihre Zuständigkeit zu sichern, bevor ein neuer Bundesrahmen Raum für Betreiber schafft, durch die Hintertür in den Markt einzusteigen.

Für Krypto-Firmen ist das Thema nicht theoretisch. Vorhersagemärkte sind in den USA bereits aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Ereigniswetten unter die Lupe genommen worden, und einige Plattformen haben die Grenzen dessen getestet, was als Absicherung, Prognose oder Spekulation gilt. Ein im Gesetz verankertes Verbot wäre ein klarer Stopp, keine Grauzone der Compliance.

Der unmittelbare Beobachtungspunkt ist, ob der Senatsentwurf eine Ausnahmeregelung für Ereigniskontrakte enthält oder ob die Gaming-Lobby eine pauschale Ausgrenzung durchsetzt. Händler werden auch auf die Reaktion von Börsen und Vorhersagemarktbetreibern achten, die bei anhaltendem politischen Druck mit einem engeren US-Produktsortiment rechnen müssten.