Patrick Witt, der geschäftsführende Direktor des Krypto-Rates des Weißen Hauses, sagte am Montag, dass diese Woche einen „Wendepunkt“ für den CLARITY Act darstelle – ein Gesetzentwurf, der einen bundesweiten Rahmen für die Klassifizierung und Regulierung digitaler Vermögenswerte schaffen würde.
In einem Beitrag auf X merkte Witt auch an, dass die Woche mit dem ersten Jahrestag des GENIUS Act zusammenfällt, dem Stablecoin-Gesetz, das letztes Jahr in Kraft trat. Er nutzte diesen Meilenstein, um zu unterstreichen, was er als verschwendete Zeit ansieht. „Wir können uns keine weiteren Verzögerungen mehr leisten“, schrieb er.
Der CLARITY Act – kurz für Cryptocurrency Legal and Regulatory Alignment for Transparency and Innovation – zielt darauf ab, eine klare Trennlinie zwischen Wertpapieren und Rohstoffen im Krypto-Bereich zu ziehen. Diese Unterscheidung ist seit Jahren ein Streitpunkt, bei dem die SEC und die CFTC um die Zuständigkeit kämpfen, während Börsen sich in einem Flickenteppich von bundesstaatlichen Vorschriften zurechtfinden müssen. Ein klares Bundesgesetz würde es Handelsplattformen ermöglichen, Token mit mehr Sicherheit zu listen, und könnte Kapital von Institutionen freisetzen, die sich bisher zurückgehalten haben.
Witt nannte keinen konkreten Schritt, der diese Woche erfolgen würde – eine Ausschussberatung, eine Abstimmung im Plenum oder eine formelle Unterstützung. Aber seine Wortwahl deutet darauf hin, dass das Weiße Haus sich dafür einsetzt. „Ich denke, diese Woche ist eine sehr wichtige Woche für den CLARITY Act“, schrieb er. „Es ist auch an der Zeit, darüber nachzudenken, wie viel Arbeit in den Gesetzentwurf geflossen ist und wie viel Zeit bereits verschwendet wurde.“
Das Timing ist wichtig. Der erste Jahrestag des GENIUS Act gibt den Gesetzgebern die Chance, eine Erfolgsbilanz parteiübergreifender Zusammenarbeit bei Krypto vorzuweisen – ein Narrativ, das der CLARITY Act braucht, um in einem gespaltenen Kongress zu bestehen. Wenn der Gesetzentwurf erneut ins Stocken gerät, steht der Branche ein weiteres Jahr der durch Strafverfolgung getriebenen Regulierung bevor.
Für Händler ist der unmittelbare Auslöser jeder offizielle Zeitplan von der Führung des Repräsentantenhauses oder des Senats. Witts Beitrag garantiert keine Abstimmung, aber er macht den Markt darauf aufmerksam: Diese Woche wird zeigen, ob sich der politische Wille endlich geändert hat. Man sollte auf eine Ankündigung einer Ausschussberatung oder eine öffentliche Erklärung des Vorsitzenden des Finanzdienstleistungsausschusses des Repräsentantenhauses, Patrick McHenry, achten. Wenn bis Freitag nichts Wesentliches geschieht, wird die Behauptung vom „Wendepunkt“ hohl klingen.
Weißes Haus: Woche entscheidend für CLARITY Act und Krypto-Regeln
Patrick Witt vom Krypto-Rat des Weißen Hauses erklärte, diese Woche sei entscheidend für die Verabschiedung des CLARITY Act, und betonte die Dringlichkeit, weitere Verzögerungen zu vermeiden. Der Zeitpunkt markiert auch den ersten Jahrestag des GENIUS Act.