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Morgan Stanley erhält Genehmigung für interne Krypto-Dienste

Morgan Stanley hat die vorläufige Genehmigung der OCC erhalten, eine nationale Treuhandbank für digitale Vermögenswerte zu gründen. Dies ermöglicht es der Bank, Krypto-Verwahrung, Staking und Kreditvergabe intern anzubieten, was die Abhängigkeit von Drittanbietern verringern und die Kontrolle über die Operationen mit digitalen Vermögenswerten für ihre Vermögensverwaltungskunden stärken könnte.
Morgan Stanley hat eine wichtige regulatorische Hürde genommen, um die Verwahrung, das Staking und die Kreditvergabe für digitale Vermögenswerte vollständig intern abzuwickeln. Das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) erteilte der Bank im Juni eine vorläufige bedingte Genehmigung zur Gründung einer nationalen Treuhandbank für digitale Vermögenswerte, wie aus dem öffentlichen Antrag hervorgeht.

Die vorgeschlagene Tochtergesellschaft, Morgan Stanley Digital Trust, würde als hundertprozentige nationale Treuhandbank operieren. Diese Struktur gibt dem Wall-Street-Giganten ein reguliertes Vehikel, um Funktionen zu übernehmen, die typischerweise an spezialisierte Krypto-native Firmen ausgelagert wurden. Die genehmigten Dienstleistungen umfassen die Verwahrung von Vermögenswerten, die Transaktionsverwaltung – Käufe, Verkäufe, Swaps und Übertragungen –, treuhänderisches Staking und die Verwaltung von Sicherheiten zur Unterstützung der Kreditvergabe mit digitalen Vermögenswerten durch verbundene Unternehmen.

Wenn die Treuhandbank die endgültige Genehmigung erhält und umgesetzt wird, kann Morgan Stanley diese Funktionen innerhalb der eigenen Gruppe behalten. Diese Konzentration von Dienstleistungen setzt Krypto-native Vermittler unter neuen Druck. Drittverwahrer, Staking-Administratoren und Anbieter von Sicherheiten-Dienstleistungen sind am deutlichsten betroffen, wo sich ihre Produkte mit den genehmigten Funktionen der Treuhandbank überschneiden. Weniger Übergaben zwischen separaten Teams könnten externe Firmen auch für Kundenbeziehungen und tägliche Betriebsabläufe weniger zentral machen.

Der Schritt deckt jedoch nicht alle Ebenen der Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte ab. Der Zugang zu Handelsplätzen, Handelsliquidität, Kreditgegenparteien, dem Betrieb von Validatoren und einer breiteren Blockchain-Infrastruktur erfordert weiterhin separate Beziehungen und Implementierungsentscheidungen. Der OCC-Antrag definiert, was Morgan Stanley innerhalb der Bank behalten möchte; externe Firmen können sich weiterhin um den Rest kümmern.

Die Genehmigung ist mit strengen Kapitalanforderungen verbunden. Morgan Stanley Digital Trust muss mindestens 50 Millionen US-Dollar an Tier-1-Kapital halten, einen festgelegten Pool an liquiden Mitteln vorhalten und über ausreichende Liquidität verfügen, um die Standards der OCC zu erfüllen. Der Antragsdatensatz klassifiziert den Antrag als neue Banklizenz unter einer Holdinggesellschaft mit Treuhandbefugnissen.

Dies markiert einen bedeutenden Schritt in der tieferen Integration der Wall Street mit digitalen Vermögenswerten. Im Gegensatz zu Banken, die auf Drittverwahrer wie Coinbase oder BitGo angewiesen sind, baut Morgan Stanley die Infrastruktur unter einer föderalen Banklizenz auf. Die Struktur könnte einen Präzedenzfall für andere große Banken schaffen, die ähnliche Treuhandvehikel prüfen.

Was zu beobachten ist: Der Zeitplan für die endgültige Genehmigung durch die OCC und die Umsetzung bleibt unklar. Morgan Stanley muss alle Bedingungen erfüllen und eine abschließende Prüfung bestehen, bevor die Treuhandbank den Betrieb aufnimmt. Bei Genehmigung könnte die Bank beginnen, diese Dienstleistungen ihren Vermögensverwaltungskunden anzubieten und so die Abhängigkeit von externen Krypto-Vermittlern zu verringern.

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