Eine Abschwächung des Entwicklerschutzes im CLARITY Act würde dazu führen, dass die USA versuchen, eine Kryptoindustrie zu regulieren, die sie bereits ins Ausland getrieben haben, argumentierte Kristin Smith in einem Meinungsbeitrag, auf den CoinDesk am 15. Juni Bezug nahm.
Smith, Präsidentin des Solana Policy Institute, sagte, die softwarespezifischen Sicherungen des Gesetzentwurfs seien kein Randthema. Sie seien das Rückgrat jedes glaubwürdigen US-Marktstrukturregimes. Wenn der Kongress die Grenze zwischen dem Schreiben von Open-Source-Code und dem Umgang mit Kundengeldern verwische, riskiere das Land, Softwareentwickler wie Geldtransferdienstleister zu behandeln, schrieb sie.
Der Streit dreht sich um den Blockchain Regulatory Certainty Act (BRCA), eine CLARITY-Bestimmung, die klarstellen würde, dass Personen, die Open-Source-Software schreiben, Knoten betreiben oder Transaktionen validieren, nach Bundesrecht keine Geldtransferdienstleister sind, es sei denn, sie verwahren oder kontrollieren Kundengelder. Smith sagte, dieser Standard sei bereits in einer Leitlinie des Financial Crimes Enforcement Network aus dem Jahr 2019 enthalten, und der Gesetzentwurf solle die strafrechtliche Behandlung an diese Auslegung angleichen.
Sie verwies auf einen gemeinsamen Brief von Krypto-Gründern, Führungskräften und Investoren, in dem Senatsführer aufgefordert werden, die Formulierung nicht zu verwässern. Die Koalition sei bemerkenswert, gerade weil die beteiligten Firmen um Talente, Kapital und Nutzer konkurrieren. Sie scheinen sich in einem Punkt einig zu sein: Die USA können ihren Vorsprung nicht halten, wenn Entwickler rechtlicher Unsicherheit ausgesetzt sind, nur weil sie Software veröffentlichen.
Smith nannte auch den Fall der US-Regierung gegen Tornado-Cash-Entwickler Roman Storm als Warnsignal. Dieser Prozess ist zu einem Brennpunkt für die Branche geworden, die argumentiert, dass das Veröffentlichen von Code nicht dasselbe sei wie das Bewegen von Kundengeldern. Wenn diese Unterscheidung verschwinde, würden noch mehr Entwickler einfach gehen. Der US-Anteil an der globalen Open-Source-Krypto-Entwicklung sei von 38% im Jahr 2015 auf etwa 19% gefallen, so ihre Angabe.
Die politischen Einsätze sind klar. BRCA hat die Ausschussprüfung überstanden, und Smith möchte, dass es vor der endgültigen Abstimmung unverändert bleibt. Für Händler und Kryptounternehmen ist die nächste Beobachtungsfrage, ob die Senatsverhandler die Entwicklerformulierung im endgültigen Entwurf beibehalten oder ob sie so stark eingeschränkt wird, dass die Offshore-Abwanderung, die die Branche bereits sieht, wieder an Fahrt gewinnt.
Solana-Politikchef fordert Kongress auf, Entwicklerschutz in CLARITY zu bewahren
Kristin Smith, Präsidentin des Solana Policy Institute, warnt davor, dass eine Schwächung des Entwicklerschutzes im CLARITY-Gesetz die US-Führungsrolle bei Kryptowährungen gefährdet. Sie fordert Senatoren auf, die Schutzbestimmungen für Entwickler offener Software beizubehalten.