CME Group plant, die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) wegen ihrer Genehmigung von Bitcoin-Perpetual-Futures zu verklagen und damit einen Kampf zu eskalieren, der darüber entscheiden könnte, wie eines der am schnellsten wachsenden Kryptoderivate in den USA reguliert wird.
Terry Duffy, CEO von CME, erklärte am 17. Juni in der Sendung Fast Money auf CNBC, dass der Betreiber der Chicagoer Börse am 19. Juni Klage einreichen werde. Sein Argument ist klar: Perpetual-Futures sollten überhaupt nicht als Futures behandelt werden. Nach seiner Auslegung des Dodd-Frank-Gesetzes fallen sie in die Kategorie Swaps, was sie einem anderen Regulierungs- und Handelsrahmen unterwerfen würde.
Der Streit ist von Bedeutung, weil die CFTC im Mai erstmals in den USA ein Bitcoin-Perpetual-Futures-Produkt von Kalshi genehmigte. Kalshi hat das Angebot inzwischen auf andere Kryptowährungen ausgeweitet und damit eine neue Art von gehebelter Kryptoexposition in einen regulierten Markt ohne Verfallsdatum gebracht. Diese Struktur ist seit langem im Ausland beliebt, wo Händler Positionen unbegrenzt halten können, solange sie die Margin-Anforderungen erfüllen.
Duffy verwies zudem auf die Lizenzbeziehungen von CME zu Benchmark-Anbietern und argumentierte, dass Perpetual-Kontrakte bei einer Einstufung als Swaps letztlich über das System von CME gelistet werden müssten. Das würde der Börse eine starke Gatekeeper-Rolle bei der Markteinführung solcher Produkte verschaffen, während neuere Plattformen den Zugang außerhalb des traditionellen Futures-Komplexes ausweiten wollen.
Die Klage eröffnet eine neue Front zwischen der CFTC und etablierten Derivateakteuren in einem Moment, in dem sich die Haltung der Regulierungsbehörde wandelt. CFTC-Vorsitzender Michael Selig sagte kürzlich in derselben Sendung, dass regulierte Futures ohne Ablaufdatum in den USA unter angemessener Aufsicht erlaubt sein sollten. Dieser Kommentar deutet darauf hin, dass die Behörde dem Produkt offener gegenübersteht als CME bereit ist zu akzeptieren, und schafft einen rechtlichen Test dafür, wo Perpetuals im Bundesrecht einzuordnen sind.
Duffy, der im März nächsten Jahres zurücktreten soll, sagte, er habe das Thema acht Monate lang im Vorstand von CME angesprochen und sei bereit zu kämpfen. Händler werden die Einreichung vom 19. Juni genau verfolgen, um die genaue rechtliche Theorie, das gewählte Gericht und die Frage zu erfahren, ob der Fall eine weitere Ausweitung von Perpetual-Kryptokontrakten während des Gerichtsverfahrens blockieren will.
CME verklagt CFTC wegen Genehmigung von Bitcoin-Perpetual-Futures
CME Group beabsichtigt, die CFTC wegen der Zulassung von Bitcoin-Perpetual-Futures zu verklagen, da diese als Swaps eingestuft und reguliert werden sollten. Dieser Rechtsstreit verdeutlicht den Konflikt zwischen traditionellen Derivatefirmen und Aufsichtsbehörden über neue Kryptoprodukte.