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Leopold Aschenbrenners 13,7-Mrd.-Fonds wettet gegen Chips und auf Miner

Leopold Aschenbrenners 13,7-Mrd.-Fonds wettet gegen Chips und auf Miner

Ein auf KI spezialisierter Hedgefonds im Wert von 13,7 Milliarden Dollar setzt massiv auf Krypto-Mining-Unternehmen und wettet gleichzeitig gegen Halbleiter-Aktien. Die Strategie basiert auf der Annahme, dass Krypto-Miner über die für die KI-Entwicklung notwendige physische Infrastruktur verfügen.
Leopold Aschenbrenner, ehemaliger OpenAI-Forscher und nun Hedgefonds-Manager, hat einen massiven Wandel in der institutionellen Sichtweise auf den KI-Sektor eingeleitet. Seine Firma, Situational Awareness LP, gab in ihrem jüngsten 13F-Bericht eine Short-Position in Höhe von 8,46 Milliarden Dollar gegen den Halbleitersektor bekannt. Der Fonds wettet stark gegen Branchengrößen wie Nvidia, Broadcom und AMD, während er gleichzeitig auf Long-Positionen bei Krypto-Mining-Aktien wie CleanSpark, Riot Platforms, Applied Digital und IREN setzt.

Die Strategie beruht auf der These der Infrastruktur-Arbitrage. Aschenbrenner argumentiert, dass der Markt die Hardware-Hersteller – also die Unternehmen, die die „Schaufeln“ verkaufen – überbewertet, während er die Unternehmen unterbewertet, die bereits über die physische Energie- und Rechenzentrumsinfrastruktur verfügen, die für den Betrieb groß angelegter KI-Modelle erforderlich ist. Durch das Leerverkaufen der Chiphersteller sichert er sich effektiv gegen eine mögliche Abkühlung der Hardware-Nachfrage ab, während sein Long-Engagement bei Minern auf die Knappheit von leistungsstarken Energie- und Rechenressourcen setzt.

Aschenbrenners Hintergrund verleiht diesem Handel eine besondere Note. Nach seinem Ausscheiden bei OpenAI im Jahr 2024 verfasste er einen viel beachteten Essay, in dem er die Ankunft der AGI bis 2030 vorhersagte und den Aufbau der physischen Infrastruktur als die entscheidende Investition des Jahrzehnts bezeichnete. Sein Fonds, der in weniger als zwei Jahren 13,7 Milliarden Dollar einsammelte, stellt diese Theorie nun mit einem Portfolio auf die Probe, das energieintensive Krypto-Miner explizit den Silizium-Giganten vorzieht, die den Markt in den letzten zwei Jahren dominiert haben.

Das Ausmaß der Put-Optionen ist beeindruckend. Mit einem Engagement von 2 Milliarden Dollar im VanEck Semiconductor ETF und 1,6 Milliarden Dollar allein gegen Nvidia ist der Fonds auf eine deutliche Korrektur im Chipsektor positioniert. Sollte der KI-Hardware-Zyklus stagnieren oder sich die Lieferkettenengpässe entspannen, könnten diese Short-Positionen massive Renditen abwerfen. Umgekehrt hängt der Erfolg seiner Long-Positionen bei den Minern davon ab, ob diese ihre bestehende Energieinfrastruktur erfolgreich auf den Betrieb von KI-Rechenzentren umstellen können.

Anleger sollten die kommenden Quartalszahlen von Nvidia und den breiteren Halbleiterindex auf Anzeichen einer Margenkompression beobachten. Jeder Hinweis darauf, dass die Investitionsausgaben für KI-Hardware nachlassen, dürfte als primärer Katalysator für Aschenbrenners Short-These dienen. Beobachten Sie die Preisentwicklung im Mining-Sektor genau, da diese Aktien nun effektiv als Stellvertreter für KI-Infrastrukturkapazitäten gehandelt werden und nicht mehr nur als Derivate auf den Bitcoin-Preis.