Zurück zu Nachrichten

Handelsvolumen von Stablecoins wächst in TradFi-Derivaten

Stablecoins werden zunehmend zur Abwicklung von Perpetual Futures auf Aktien und Anleihen an der Binance verwendet, die bereits etwa 10% des Gesamthandelsvolumens von Stablecoins an der Börse ausmachen. Diese Verschiebung ermöglicht Händlern niedrigere Gebühren und schnellere Transaktionen als traditionelle Märkte.
Stablecoins spielen eine immer prominentere Rolle im Handel mit traditionellen Finanzaktiven. Der CEO von Binance, Richard Teng, gab bekannt, dass Perpetual Futures mit Bezug zu Aktien und Anleihen bereits etwa 10% des Gesamthandelsvolumens von Stablecoins an der Börse ausmachen.

In einem Post auf X vom 22. Juni wies Teng darauf hin, dass diese TradFi-gekoppelten Derivate rund um die Uhr in Stablecoins abgewickelt werden. Dies umgeht die Betriebszeitbeschränkungen konventioneller Aktienmärkte und Bankenabrechnungssysteme und ermöglicht Nutzern, Trades abzuschließen und Zahlungen schneller zu finalisieren, als traditionelle Infrastrukturen es zulassen.

Der Kostenvorteil ist konkret. Teng erklärte, dass eine auf Stablecoins basierende Abwicklung Nutzern durchschnittlich 3,6% – etwa $40 – pro Trade bei Auszahlungsgebühren und Devisenkosten spart. Für aktive Händler, die sich zwischen tokenisierten Aktien oder anleihengebundenen Perpetual Futures bewegen, summieren sich diese Einsparungen schnell auf.

Perpetual Futures sind Derivate ohne Verfallsdatum, die es Händlern ermöglichen, gehebelte Positionen unbegrenzt zu halten. Normalerweise bilden sie Krypto-Assets wie Bitcoin ab. Zunehmend notieren Börsen jedoch Perpetual Futures auf traditionelle Aktien, ETFs und Indizes. Tengs Aussage deutet darauf hin, dass dieses Segment nun ein bedeutsames Stablecoin-Volumen kontrolliert – eine Abkehr vom krypto-nativen Handel, der Perpetual-Märkte bislang dominiert hat.

Tokenisierte Aktien und TradFi-gekoppelte Derivate verbreiten sich über mehrere Plattformen. Mit wachsendem Angebot dehnt sich die Stablecoin-Nutzung über reinen Kryptowährungshandel hinaus auf die Abwicklung von Real-World-Asset-Transaktionen aus. Marktteilnehmer nennen den 24/7-Abrechnungszyklus als Schlüsselfaktor: Anleger können auf Nachrichten nach Handelsschluss reagieren, ohne auf die nächste Marktöffnung zu warten.

Die Daten entsprechen einem breiteren Trend. Eine Reihe von Börsen bietet nun Perpetual Futures auf Namen wie Tesla, Apple oder den S&P 500 an, oft abgewickelt in USDT oder USDC. Dies verwischt die Grenzen zwischen Krypto- und traditionellen Märkten, obwohl die Regulierungsrahmen hinterherhinken.

Zu beobachten: ob der 10%-Anteil wächst, wenn mehr tokenisierte Aktienprodukte auf den Markt kommen und traditionelle Broker Stablecoin-Kanäle für grenzüberschreitende Abrechnungen erforschen. Die Kosteneinsparungen sind real, doch behördliche Kontrolle der Stablecoin-Emission und Derivate-Lizenzierung könnten bestimmen, wie schnell diese Verflechtung voranschreitet.