Spielgegenstände sind wirtschaftliche Vermögenswerte, und Spieler sollten Eigentümer dieser Gegenstände sein. Diese These vertritt Jang Hyun-guk, ehemaliger Leiter von Wemade und Pionier des Play-to-Earn-Marktes in Südkorea, der nun die Blockchain-Gaming-Plattform CROSS unter Nexxus leitet. Jang setzt auf den Übergang von zentralisierten Spieleservern zu dezentralen Ledgern und argumentiert, dass das traditionelle Modell des einseitigen Verkaufs von Items grundlegend fehlerhaft ist.
Um seinen Standpunkt zu untermauern, startete Jang CROSS im vergangenen Jahr. Die Plattform fungiert als Plug-and-Play-Middleware, die es traditionellen Spieleentwicklern ermöglicht, Eigentumsrechte an Vermögenswerten, Handelsstrukturen und Compliance-Rahmen zu integrieren, ohne eine eigene Blockchain-Infrastruktur aufbauen zu müssen. Dadurch können sich Entwickler vollständig auf das Gameplay konzentrieren, während CROSS regionale regulatorische Hürden und die Tokenomics übernimmt.
Die finanziellen Belege für dieses Modell zeigen sich bereits in den Daten. Vor der Integration mit CROSS hatte das mobile MMORPG Seal M Probleme. Im Dezember 2025 erwirtschaftete das Spiel lediglich 100 Millionen Won (etwa 72.500 US-Dollar) monatliche Einnahmen bei nur wenigen tausend Spielern. Nach dem globalen Relaunch auf der CROSS-Plattform mit Web3-Funktionen stiegen die monatlichen Einnahmen auf 4 Milliarden Won (2,9 Millionen US-Dollar) und die Nutzerzahl explodierte mit 1,7 Millionen neuen Spielern.
Jangs Überzeugung rührt von seiner zehnjährigen Leitung bei Wemade her, wo er die frühen, sehr volatilen Tage von GameFi erlebte. Er betont, dass das Sperren von Datenbanken mit Items auf Firmensevern eine veraltete Praxis ist, die Spieler um den Wert bringt, den sie durch ihre Zeit und Geld schaffen. Durch die Nutzung der Blockchain als unveränderliches Ledger können Spiele den Nutzern Verfügungs- und Handelsrechte zurückgeben und so einen nachhaltigeren Sekundärmarkt schaffen.
Händler und Entwickler werden beobachten, ob CROSS die Erfolgsgeschichte von Seal M mit weiteren Titeln wiederholen kann. Die Fähigkeit der Plattform, skalierbar zu bleiben und regulatorische Anforderungen in verschiedenen globalen Regionen zu erfüllen, bleibt der entscheidende Test für Nexxus, während versucht wird, einen neuen Industriestandard für Web3-Asset-Eigentum zu etablieren.
Nexxus-CEO: Web3-Gaming-Pivot steigerte Seal M Einnahmen um das 40-fache
Nexxus-CEO Jang Hyun-guk betont, dass Blockchain Spielern ermöglicht, In-Game-Items wirklich zu besitzen und zu handeln, was die Gaming-Branche verändern könnte. Seine Plattform CROSS zeigt erste Einnahmen und wachsende Akzeptanz.