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Lummis warnt: China setzt Finanzregeln, wenn CLARITY Act scheitert

Lummis warnt: China setzt Finanzregeln, wenn CLARITY Act scheitert

Senatorin Lummis warnte, dass China die Regeln für die neue Finanzära festlegen könnte, falls der CLARITY Act nicht verabschiedet wird – ein Hinweis auf regulatorische Risiken für den US-Krypto-Rahmen.
Der Gesetzgebungsstreit um die Regulierung von Stablecoins in den USA spitzt sich zu, und die Risiken gehen weit über nationale Compliance hinaus. Senatorin Cynthia Lummis warnte, dass die USA die Kontrolle über die nächste Finanzära an China verlieren könnten, wenn der Kongress den CLARITY Act nicht verabschiedet. Das Gesetz, das einen föderalen Regulierungsrahmen für Stablecoins schaffen soll, hat diesen Monat eine wichtige Hürde genommen, als der Ausschuss für Bankwesen des Senats seine Weiterleitung beschloss. Doch der Weg zur tatsächlichen Umsetzung bleibt steinig.

Für die Kryptomärkte schafft die Verzögerung klarer Regeln eine Lücke. US-Emittenten wie Circle und Tether agieren in einer Grauzone und verlassen sich auf staatliche Lizenzen oder Offshore-Strukturen, um Milliarden an Liquidität zu verwalten. Lummis argumentiert, dass ein Scheitern der Bundesaufsicht dazu führen wird, dass dollargebundene digitale Vermögenswerte außerhalb der US-Jurisdiktion operieren – wodurch ausländische Gegner technologische und regulatorische Standards für globale Abwicklungsebenen diktieren könnten.

Die Zustimmung im Bankenausschuss des Senats ist nur der erste Schritt. Der CLARITY Act muss nun in beiden Kammern – dem gesamten Senat und dem Repräsentantenhaus – eine Mehrheit finden, bevor er auf den Schreibtisch des Präsidenten kommt. Im Kapitol gibt es weiterhin tiefe Meinungsverschiedenheiten über die Reserven der Stablecoins, insbesondere darüber, ob die Federal Reserve oder die staatlichen Aufsichtsbehörden die Hauptprüfungsbefugnis über die Emittenten haben sollten. Dieser Zuständigkeitskonflikt hat frühere Gesetzesvorhaben jahrelang blockiert.

Händler beobachten die Entwicklungen genau, da Stablecoins als primäre Liquiditätsbrücke für das gesamte digitale Asset-Ökosystem dienen. Ein plötzlicher regulatorischer Eingriff oder ein anhaltendes gesetzgeberisches Patt könnte einen Kapitalabfluss in Nicht-US-Jurisdiktionen auslösen. Wenn die USA nicht handeln, könnte sich der Markt in Richtung euro- oder yuanbasierter Stablecoins verschieben, was die Dominanz des Dollars im dezentralisierten Finanzwesen schwächen würde.

Der Fokus liegt nun auf dem Senatsplan. Marktteilnehmer sollten beobachten, ob die Senatsführung den CLARITY Act vor der bevorstehenden Kongresspause zur Abstimmung bringt oder ob das Gesetz im Wahljahrstillstand stecken bleibt. Jede Verzögerung nach dem dritten Quartal 2026 wird den Gesetzgebungsprozess wahrscheinlich auf 2027 verschieben und die Branche in regulatorischer Unsicherheit belassen.