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Bitcoin-Kreditmarkt übersteht ersten großen Crash

Im Juni führte ein Preisverfall bei Bitcoin zu Zwangsverkäufen von Vorzugsaktien von Strategy und Strive, was deren Wert um 25 % senkte und Anleger traf, die für den Kauf dieser Aktien Kredite aufgenommen hatten. Trotzdem wurden die Dividenden weitergezahlt und der Handel blieb stark, was neue Unternehmen ermutigt, ähnliche ertragsbasierte Bitcoin-Produkte anzubieten.
Der Markt für Unternehmenskredite in Bitcoin – der mittlerweile mehr als 10 Milliarden US-Dollar wert ist – hat seinen ersten echten Stresstest bestanden. Ein Ausverkauf im Juni, der den Bitcoin-Kurs unter 60.000 US-Dollar drückte, löste Zwangslikvidierungen bei Vorzugsaktien von Strategy und Strive aus, wodurch einige der beliebtesten Instrumente 25 % unter ihren Nennwert fielen. Dennoch hielt der Markt stand. Die Dividenden flossen weiter. Die Handelsvolumina am Sekundärmarkt erreichten Rekordhöhen. Und neue Emittenten in den USA, Europa und Asien treiben weiterhin Pläne für ähnliche renditeträchtige Produkte voran.

Der Vorfall, der in einem neuen Bericht von BitcoinTreasuries.net detailliert beschrieben wird, markiert das erste Mal, dass dieser Nischenbereich der Krypto-Finanzwelt mit einer ernsthaften Abwicklung konfrontiert war. Er zeigte, wie schnell ein scheinbar stabiler Handel zusammenbrechen kann, wenn zu viel Hebelwirkung im Spiel ist. Er zeigte aber auch, dass die Struktur – Vorzugsaktien, die feste oder variable Dividenden zahlen und keine Laufzeit haben – einen Schock absorbieren kann, ohne zusammenzubrechen.

Wie Hebelwirkung einen ruhigen Handel in eine Kaskade verwandelte

Monatelang wurden die STRC von Strategy und die SATA von Strive in einer engen Spanne nahe ihrem Nennwert von 100 US-Dollar gehandelt. Diese Stabilität lockte Anleger an, die Geld liehen, um mehr Aktien zu kaufen und die Dividendenrendite abzüglich der Kreditkosten einzustreichen. Solange die Aktien in der Nähe des Nennwerts notierten, ging die Rechnung auf.

Dann fiel der Bitcoin-Kurs. Am 18. Juni fielen sowohl STRC als auch SATA stark unter den Nennwert. Margin Calls trafen gehebelte Inhaber von STRC und zwangen sie, in einen schwächelnden Markt zu verkaufen. Dieser Verkaufsdruck drückte die Aktien noch weiter nach unten und löste weitere Liquidationen aus. STRC erreichte einen Tiefpunkt bei etwa 75 US-Dollar. SATA rutschte auf rund 88 US-Dollar ab.

Strategy hält über 800.000 BTC und ist damit mit weitem Abstand der größte unternehmerische Bitcoin-Halter. Seine STRC-Vorzugsaktien ermöglichen es dem Unternehmen, langfristiges Kapital aufzunehmen, ohne das Stammkapital zu verwässern oder konventionelle Schulden auszugeben. Strategy kann die Dividende anpassen, um den Aktienkurs zu stützen. Die SATA von Strive zahlt eine variable tägliche Dividende. Keines der beiden Instrumente hat ein Fälligkeitsdatum.

Der Ausverkauf legte das in diesen Strukturen eingebettete Risiko offen: Wenn Hebelwirkung weit verbreitet ist, kann sich ein Preisverfall selbst verstärken. Aber der Markt brach nicht zusammen. Die Dividendenzahlungen gingen weiter. Der Sekundärmarkt absorbierte das Volumen. Die Käufer, die ohne Hebelwirkung hielten, sahen lediglich, wie ihr Einkommensstrom ins Wanken geriet.

Was als Nächstes kommt

Der Bericht bezeichnet das Juni-Ereignis als einen „bedeutenden Stresstest“ und kommt zu dem Schluss, dass der Sektor zwar angeschlagen, aber funktionsfähig daraus hervorging. Dieses Urteil hat eine Reihe neuer Emittenten ermutigt. Zukünftige Unternehmen in den USA, Europa und Asien arbeiten aktiv an Angeboten von Vorzugsaktien, die an Bitcoin-Bestände gekoppelt sind, und wetten darauf, dass der Markt über Strategy und Strive hinaus wachsen kann.

Für Anleger ist der entscheidende Punkt, ob sich Bitcoin über den Niveaus stabilisieren kann, die die letzte Kaskade ausgelöst haben. Wenn die Kurse halten, haben die verbleibenden gehebelten Positionen Zeit, ihr Risiko abzubauen. Wenn Bitcoin erneut fällt, könnte sich derselbe Mechanismus wiederholen. Die nächste überprüfbare Entwicklung, die es zu beobachten gilt: neue Prospektanmeldungen aus der gemeldeten Pipeline von Emittenten, die bestätigen würden, dass der Appetit auf unternehmerische Bitcoin-Kreditprodukte weiter wächst.

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